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Königsfeld Sakrale Orgelklänge durchdringen den Raum

Von

Königsfeld-Buchenberg. Das dritte Sommerkonzert in der historischen Nikolauskirche gestaltete Bezirkskantor Marius Mack, der damit die Johann-Christoph-Albrecht-Orgel aus dem Jahre 1719 aufwertete.

Instrument wird 2019 300 Jahre alt sein

Herzlich hieß Organisator Leberecht Thiele den Interpreten und die Gäste willkommen, darunter auch Orgelbauer Klaus Schleinitz, der für die Instandsetzung des Instrumentes sorgte.

Pfarrer Ewald Förschler wies wie Thiele darauf hin, dass die Rarität nächstes Jahr dreihundertsten Geburtstag feiern kann. Man darf sich auf eine Festwoche freuen.

Marius Mack bot ein gelungenes Programm, das bestens auf die Truhenorgel zugeschnitten war. Werke aus der Zeit des Übergangs von Renaissance zu Barock erklangen mit berühmten Komponistennamen. Man muss die technischen Sonderheiten bedenken, um die gekonnten Wiedergaben zu würdigen: eine kleinmensurierte Klaviatur, die verkürzte untere Oktave und ein Pedal, das getreten werden muss, um für die Luftzufuhr zu sorgen. Auf einen Kalkanten wurde verzichtet und erfreulicherweise klapperte das Pedal nicht mehr. Mit Girolamo Frescobaldi wurde ein Förderer der Orgelmusik und Meister der Capriccios gewählt, dessen "Capriccio sopra la bassa fiamenga" Farbenreichtum in mehreren Variationen eines Volksliedes hören ließ. Claudio Merulo war Vertreter der venezianischen Schule, der Bücher von Canzoni füllte. Seine "Canzona Petit Jacquet" erklang im lieblichen Frage- Antwortspiel, im Wechsel von Bass und hohen Lagen mit italienischer Ausstrahlung. Ein Deutscher, Konvertit und Schüler Frescobaldis war Johann Jacob Froberger. Er griff den traditionellen italienischen Toccata-Stil auf, der im F-Dur-Werk verwirklicht wurde, Registrierung in verschiedenen Tonlagen hören ließ, von prachtvoller Ausstattung war und mit einem klangschönen Schluss endete. Johann Pachelbel war ein weiterer Kenner der Orgelmusik, der wegweisend wirkte. Er hinterließ ein reiches Oeuvre, darunter das "Hexachordum Apollinis". Aus dem wurde die "Aria prima“ mit sechs herrlichen Variationen vorgetragen. Zur Abrundung: der Savoyarde Georg Muffat, der sich im süddeutsch-österreichischem Raum verdient machte. In seiner ideenreichen "Toccata septima" koppelte er französischen und italienischen Stil von einem feierlichem Grave bis zu einer kunstvollen Tripelfuge, die alle drei Themen vereinte. Mack gelangen meisterhafte, angenehm abgerundete Klänge, die mit verdientem Beifall belohnt wurden.

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