Straßenschäden werden in Königsfeld künftig digital erfasst. Die Anschaffung der entsprechenden Technik kostet einiges, soll aber in Zukunft Zeit und Geld sparen. Foto: Moser

Das Computerprogramm Vialytics, welches in St. Georgen bereits verwendet wird, soll künftig in Königsfeld die Dokumentation des Zustandes der Straßen erleichtern. Dabei kommen Smartphones zum Einsatz, die an Dienstfahrzeugen der Gemeinde angebracht werden.Das Computerprogramm Vialytics, welches in St. Georgen bereits verwendet wird, soll künftig in Königsfeld die Dokumentation des Zustandes der Straßen erleichtern. Dabei kommen Smartphones zum Einsatz, die an Dienstfahrzeugen der Gemeinde angebracht werden.

Königsfeld - Für die Einführung einer digitalen Dokumentation des Zustands öffentlicher Straßen stimmte der Ausschusses für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr. Laut Bürgermeister Fritz Link wird der Straßenzustand bisher händisch erfasst, Straßen müssen extra für die Dokumentation befahren werden, was einen hohen zeitlichen Aufwand bedeutet. Das soll sich nun ändern.

Detaillierte Auswertung des Straßenzustands

Aufgrund "sehr guter Resonanz" in St. Georgen schlug die Verwaltung dafür das Programm Vialytics vor. Laut Elias Bernhard, Vertreter der gleichnamigen Firma, werden dabei an kommunalen Fahrzeugen Smartphones angebracht, die während normaler Einsatzfahrten alle vier Meter ein Foto machen. Darauf erkennen Algorithmen Schäden.

Größter Vorteil des Systems sei die detaillierte Auswertung des Straßenzustands, sodass frühzeitiges Eingreifen möglich sei. Die Gemeinde sei völlig frei darin, wie oft sie das Verfahren durchführe. Oft geschehe das nach dem Winter oder vor und nach einer Baumaßnahme. Eine Web-Oberfläche biete Filteroptionen, die Fotodokumentation, punktgenaue Zustandsbewertungen und die Objektdetektion. Das Erhaltungsmanagement werde in Deutschland von mehr als 150 Kommunen eingesetzt.

Angebote für verschiedene Laufzeiten

Das Unternehmen gab Angebote für verschiedene Laufzeiten ab. Bei einem Jahr würden insgesamt etwa 10 000 Euro anfallen, bei drei Jahren gut 20 000 Euro, bei fünf Jahren etwa 29 000 Euro.

Aufgrund des Rückzugs eines Mitarbeiters müsse sich die Gemeinde im Tiefbau umorientieren, so Link. Jetzt sei der ideale Zeitpunkt, um einzusteigen. Das System sei nicht ganz billig, spare aber wirklich Personalkosten. Der Ausschuss stimmte für die Beauftragung der Vialytics GmbH und den Abschluss eines Fünf-Jahres-Vertrags.