Klare Linien und alte Bäume sind ein Kennzeichen von Beate und Thomas Maiers Grundstück in Königsfeld. Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder-Bote

Sechs offene Gärten erfreuen Besucher / Jeder Platz bietet eigene Spezialitäten / Praktisches und Kunst vereint

Von Stephan Hübner

Königsfeld. Sechs Einwohner und Familien öffneten am Wochenende ihre Gärten der Öffentlichkeit. Den Besuchern bot sich ein sehr vielgestaltiges Bild.

Nicht nur viele Pflanzen, sondern auch zahlreiche Libellen beherbergt der Garten von Thomas Erdmann und Renate Birkeneder. Eine Bank direkt an einem Teich lädt zum Sitzen ein. Kakteen in einem Gewächshaus gedeihen ebenso prächtig wie Gemüsepflanzen in einem Hochbeet.

Ein Meer aus Gerüchen und Farben bietet sich Besuchern im Garten von Manfred und Evelyn Molicki. Zahlreiche Rosenarten und andere Gewächse verzaubern. Viele Pflanzen ranken sich über und durch Metalskulpturen, die Manfred Molicki anfertigt und die von seiner Frau bepflanzt wurden. Seerosen auf einem kleinen Teich samt Bachlauf gibt es ebenso. Mit Mücken habe er trotz des Gewässers keine Probleme, so Molicki, weil genügend Fledermäuse diese wegschnappen.

Eigene Kräuter zum Herstellen von Teemischungen

Eine Art kleinen Wasserfall gibt es bei Hanne Marquardt zu bestaunen, zudem viele Kräuterpflanzen aus denen Marquardt Teemischungen herstellt. Besucher wurden mit frisch gebrühten Tees verköstigt. Summen und Brummen war an einem großen Insektenhotel zu hören.

Klein aber fein und idyllisch gelegen ist der Garten von Gabi Lehmann, die neben manch exotischer Pflanze vor allem Kräuter anpflanzt. Für Besucher gab es frisch gekochtes Holunderblüten-Rhabarbergelee.

Ein sehr alter Baumbestand, unter anderem mit einem hoch gewachsenen japanischen Zierahorn, einem allerdings noch etwas kleinem Mammutbaum oder einem Riesen-Tuja im Nachbarbereich, ist eines der kennzeichnenden Merkmale des Gartens von Beate und Thomas Maier. Die Landschaftsgärtnerin gestaltete ihren Garten, um vorhandene barocke, geschwungene Formen fortzuführen. Das abfallende, sich zu einem Rasen hin öffnende Gelände soll Gefühle von Geborgenheit und Freiheit vereinen. Einen Teil des Gartens lässt Maier absichtlich verwildern, um Bienen eine Obhut zu geben. Maiers Garten kennzeichnen außerdem rustikal wirkende, unbehandelte Zäune aus Douglasie. Begeistert waren viele Besucher von Maiers selbst zubereitetem Holunderblütensirup.

Sowohl praktische Belange als auch Kunst vereint der Garten von Beate Berg-Haller und Hans Haller. So wachsen in einer Kräuterschnecke unter anderem Thymian und Kapuzinerkresse, während an anderer Stelle Kunstobjekte von Blütenpflanzen eingerahmt sind. Etwas Besonderes ist ein Jahrhunderte alter Brunnen.

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