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Königsfeld Kindergärten erhalten jetzt mehr zeitlichen Spielraum

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Alle örtlichen Kindergärten, wie hier der in Weiler, sollen nach dem Willen des Ausschusses vom Gute-Kita-Gesetz profitieren.Fotos: Hübner Foto: Schwarzwälder Bote

Königsfeld. Für die Erhöhung der Leitungsstunden in allen örtlichen Kindergärten stimmte der Ausschuss für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales.

Waldtag und Bauernhofbesuch wären ansonsten gefährdet

Laut Bürgermeister Fritz Link soll mit dem von der Bundesregierung beschlossenen Gesetz die pädagogische Qualität der Einrichtungen verbessert werden. Hauptamtsleiter Steffen Krebs zufolge entschied sich Baden-Württemberg dafür, die Bundesmittel zur Leitungsfreistellung zu verwenden. Theoretisch könnee die Gemeinde die Änderung bis 31. August 2021 schieben, dann müsse man aber besondere Betreuungsformen wie den Waldtag oder den Besuch von Bauernhöfen streichen, um Potential für die Leitungsstunden zu haben. Das sei nicht der Ansatz der Gemeinde. Zweck des Gesetzes sei ja, die Betreuung zu verbessern.

Nach den Vorgaben erhält jeder Kindergarten für die erste Gruppe sechs Stunden pro Woche, für jede weitere Gruppe zwei. Damit erhielten die kommunalen Einrichtungen in Buchenberg derzeit sechs Stunden, ab Herbst mit der zweiten Gruppe acht, Erdmannsweiler sechs Stunden und Neuhausen zwölf. Das ergäbe insgesamt 26 Stunden. Eine Möglichkeit, diese abzudecken wäre durch Aufstockung des Personals. Da es laut Krebs derzeit aber schwierig ist, weitere Kräfte zu finden schlug die Verwaltung als "Ideallösung" die Abdeckung durch das Hochfahren der Stunden vorhandener Mitarbeiter vor. Die Kosten liegen nach der derzeitigen groben Schätzung bei etwa 36 000 Euro. Die Summe dürfte laut Krebs aber eher noch sinken.

Ausgaben der Gemeinde durch Zuschüsse gedeckt

Für die Kindergärten unter freier Trägerschaft gilt die selbe Regelung. Demzufolge erhielte die Kindertagesstätte "Arche" in Königsfeld zehn Stunden, der Kindergarten Weiler acht Stunden und der Naturkindergarten "Zauberwald" sechs Stunden, insgesamt also 24 Stunden, mit Kosten von etwa 33 000 Euro. Davon trüge die Gemeinde etwa 90 Prozent, entsprechen 30 000 Euro. Die bei der Gemeinde verbleibenden Kosten für alle Kindergärten lägen also bei etwa 66 000 Euro. Das könne man laut Krebs mit den zugesagten Mitteln problemlos abdecken.

Er wies darauf hin, dass die Gemeinde bereits jetzt freiwillig die Leitungen in Neuhausen und Königsfeld mit jeweils zwölf Stunden ihrer Wochenarbeitszeit für Leitungsaufgaben freistellt. Die könnte man theoretisch mit dem Gute-Kita-Gesetz aufrechnen. Da es aber um die "Steigerung der Betreuungsqualität" geht schlug die Verwaltung vor, das jetzt bestehende Niveau um die durch das Gesetz möglichen Stunden zu erhöhen. Zumal laut Link zum Beispiel die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes bisher immer zu Lasten der Gruppenarbeit geht.

Sabine Schuh, Ortsvorsteherin von Neuhausen, berichtete, dass die Änderungen im dortigen Kindergarten "sehr positiv" gesehen werden. Nach Meinung der Erzieherinnen würden die zusätzlichen Stunden viel helfen.

Birgit Helms wies darauf hin, dass gerade der "sehr sensible U3-Bereich unheimlich viel fordert". Auch in anderen Bereichen sei sehr viel dazugekommen.

Der Ausschuss beschloss die Aufstockung der Stunden wie vorgeschlagen, also vorrangig mit dem vorhandenen Personal. Sollte dies nicht in vollem Umfang möglich sein, müssen für den Rest Neueinstellungen erfolgen.

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