Unermüdlich ist die Königsfelder Feuerwehr für die Einwohner des Kurorts im Einsatz. Der Verwaltungsbericht 2025 zeigt, wie sie personell aufgestellt ist und wie viel es zu tun gab.
Etwas ruhiger als das Vorjahr war 2025 für die Einsatzkräfte der Königsfelder Feuerwehrabteilungen – das lassen zumindest die Zahlen vermuten, welche die Königsfelder Gemeindeverwaltung für ihren Verwaltungsbericht 2025 zusammengestellt hat.
Fünf Kleinbrände sind darin aufgelistet, zudem zwei Mittelbrände. Zu Großbränden mussten die Königsfelder Wehrleute im vergangenen Jahr nicht ausrücken, dafür aber 22 Mal technische Hilfe leisten. Drei Mal stellte sich der Alarm einer Brandmeldeanlage als Fehlalarm heraus. Das macht in Summe 32 Einsätze in den Kategorien, zu denen sich Angaben im Verwaltungsbericht finden.
2024 lag diese Summe deutlich höher bei 48 Einsätzen. Vor allem 17 Kleinbrände fielen damals ins Gewicht. Und auch die Zahl der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen war mit acht Stück spürbar größer – wobei sie noch längst nicht an das Jahr 2023 heranreichte. Damals rückten die Wehrleute gleich 18 Mal aus, nur um dann festzustellen, dass eine Brandmeldeanlage fälschlicherweise angeschlagen hatte.
Um die Einsätze zu meistern, kann die Königsfelder Gesamtwehr auf stabile Mitgliederzahlen bauen. 2025 zählte die Gemeindeverwaltung insgesamt 123 aktive Feuerwehrleute in allen sechs Teilorten Königsfelds.
Aufwärtstrend bei der Zahl der Aktiven
Damit setzte sich der Aufwärtstrend, der seit 2023 anhält, fort: Von 113 Aktiven stieg die Zahl auf 119 im Jahr 2024 auf nun noch einmal vier Feuerwehrleute mehr. Zum zwischenzeitlichen Hochpunkt der Mannschaftsstärke im Jahr 2015 – die Angaben der Gemeindeverwaltung gehen zurück bis 2012 – ist jedoch noch etwas Luft. Damals lag die Zahl der aktiven Feuerwehrleute bei 131.
Über die größte Mannschaftsstärke verfügte 2025 die Feuerwehrabteilung Neuhausen mit 27 Aktiven – dicht gefolgt von Weiler mit 26 Aktiven. In Buchenberg und Burgberg sind jeweils 22 Personen in der Feuerwehr aktiv. Die kleinsten Mannschaften findet man in Königsfeld mit 14 Aktiven und Erdmannsweiler mit zwölf Aktiven. Bereits seit dem Frühjahr 2024 sind diese beiden kleineren Abteilungen gemeinsam im Gerätehaus im Kernort untergebracht und rücken von dort zu ihren Einsätzen aus.
Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus?
Insgesamt sind die Zahlen der Aktiven in allen Abteilungen konstant – von Jahr zu Jahr schwanken sie im Regelfall nur um wenige Personen nach oben oder unten. Und in Zukunft? Wie es weitergehen könnte, lässt ein Blick auf die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehren erahnen.
In Buchenberg, Erdmannsweiler und Weiler gibt es keine Jugendfeuerwehr. Die weiteren Königsfelder Teilorte können sich jedoch über stabile Nachwuchszahlen freuen. In Burgberg waren 2025 elf Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr, in Neuhausen waren es zwölf und in Königsfeld sogar 13. Mit insgesamt 36 Mitgliedern in allen Jugendfeuerwehren bewegt sich die Gesamtgemeinde damit etwa im Schnitt der vergangenen Jahre – nach einem zwischenzeitlichen Hochpunkt mit 44 Mitgliedern im Jahr 2022.
Deutlich mehr Mitglieder als noch im Vorjahr zählten 2025 die Altersmannschaften in der Gesamtgemeinde. Nach 58 Personen im Vorjahr waren es nunmehr 66. Besonders in Burgberg gab es Zuwachs: Hier gingen zwischen 2024 und 2025 sechs Mitglieder in die Altersmannschaft über, die nun mit 18 Personen die größte der Gesamtgemeinde ist. In den weiteren Teilorten waren die Mitgliederzahlen der Alterswehr eher konstant. Die kleinste Alterswehr hat der Kernort. Sie besteht nur aus drei Personen.
Neues Gerätehaus ist Zukunftsthema
Auch 2026 steht für die Königsfelder Wehrleute wieder einiges an. Die ersten Einsätze sind schon absolviert. Und mit dem Neubau eines zentralen Feuerwehrgerätehauses im Kernort, in dem nach Angaben von Bürgermeister Fritz Link bis zu vier Abteilungen unterkommen sollen, steht im Bereich Feuerwehrwesen ein Millionenprojekt an. Noch vor dem Jahreswechsel hatte der Gemeinderat die Planungsleistungen dafür vergeben. Im Herbst dieses Jahres soll der Zuschussantrag für das Projekt gestellt werden, schilderte Link in seinem Jahresrückblick.