Die bisherige Hauptschule läuft in Königsfeld im September aus. Das Gebäude wird dann von der Grund-, Werkreal- und Realschule genutzt. Foto: Vaas Foto: Schwarzwälder-Bote

Veränderungen an Werkrealschule ab September / Rektor Rainer Wittmann informiert über Einzelheiten

Von Stephan Hübner

Königsfeld. Über Neuerungen in der Werkrealschule berichtete Rainer Wittmann, Schulleiter der Zinzendorfschulen, im Ausschuss für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales.Die bisherige Hauptschule läuft im September aus. Das Gebäude wird dann von der Grund-, Werkreal- und Realschule genutzt, erläuterte Bürgermeister Fritz Link. Wittmann berichtete über starke Schwankungen der Schülerzahlen. Im ersten Jahr gab es in der fünften Klasse 23 Schüler. Aktuell sind es zehn. Für das kommende Schuljahr sind 21 angemeldet. Dies führe intern zu größten Personalplanungsproblemen. Wittmann berichtete über Verbesserungen wie eine Telefonanlage, um die Schüler im Hauptschulgebäude besser zu erreichen. Änderungen in der Klassenaufteilung sollen zu weniger Gebäudewechsel zwischen Stunden führen.

Eingeführt wird bilingualer Unterricht auf Deutsch und Englisch in bestimmten Stunden der Realschule. Die Fächerverbünde Mathe-Naturwissenschaft-Technik der Werkrealschule sowie Naturwissenschaftliches Arbeiten der Realschule sollen künftig in fünften Klassen gemischt unterrichtet werden. "Wir bleiben Realschule und Werkrealschule", betonte Wittmann aber. Trotzdem gebe es für geeignete Werkrealschüler die Möglichkeiten zum Wechseln. Ein Grund für die Trennung sei, "dass wir die wirklichen Gewinne von Gemeinschaftsunterricht alle noch nicht verstanden haben".

Die Realschule ist übervoll. Ein Grund sei die große Irritation der Eltern zur Entwicklung des Schulwesens. Allerdings werde die Zinzendorfschule zunehmend als Geld kostende Einrichtung wahrgenommen und stehe in einem anderen Wettbewerb als noch vor Jahren. Klar sei, das man sich um die Schüler noch mehr kümmern müsse. Bisher an keiner Werkrealschule vorhanden ist das Angebot von Französischunterricht. Dies eröffne guten Schülern eine enorme Chance, später auf ein berufliches Gymnasium zu gehen.

"Eltern nicht wollen, dass sie ihre Kinder an drei Nachmittagen nicht haben"

Auf der Kippe stehe derzeit das Ganztagsangebot mit Mittagessen, Freizeit- und Hausaufgabenbetreuung. Allerdings zum größten Teil nicht aufgrund der Kosten, sondern weil "Eltern nicht wollen, dass sie ihre Kinder an drei Nachmittagen nicht haben". Das Angebot stehe, werde aber erst starten, wenn es mindestens zehn Schüler in Anspruch nehmen wollen.

Intensiviert werden soll das Thema Inklusion unter Zusammenarbeit mit der Grundschule Burgberg und der Förderschule St. Georgen. Laut Fritz Link nehmen derzeit zehn Schüler die Bezuschussung durch die Gemeinde in Anspruch. Für ihn sei es keine Überraschung, dass der flächendeckende Ganztagsunterricht im ländlichen Raum auf Akzeptanzprobleme stoße.