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Königsfeld Es wäre der Lückenschluss für Touristen auf zwei Rädern

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Der künftige Radweg von St. Georgen über Brogen nach Hardt würde auch im Tourismus eine Lücke schließen. Foto: Schulze Foto: Schwarzwälder Bote

Königsfeld (hü). Der Ausbau der Kreisstraße K5724/K5531 samt Neubau eines Radweges St. Georgen – Brogen – Hardt war Thema im Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr. Aufgegriffen wurden Bedenken, die Bürger im Ortschaftsrat Buchenberg geäußert hatten.

Laut Bürgermeister Fritz Link sind die Landkreise Schwarzwald-Baar und Rottweil sowie die Kommunen St. Georgen, Königsfeld, Hardt und Schramberg beteiligt. Allen sei der Lückenschluss im Radwegenetz wichtiges Anliegen. Es sei ein ambitioniertes Projekt, aber auch unter touristischen Aspekten sinnvoll und bedeute den Lückenschluss zwischen den Kreisgebieten.

Rainer Christ von BIT-Ingenieure stellte im Auftrag des Landkreises eine Machbarkeitsstudie vor. Die sieben Kilometer lange Strecke führt den bisherigen Radweg an der L175 in St. Georgen fort. Von dort aus geht es südlich bis zum Knotenpunkt Langenschiltach/Tennenbronn. Gründe sind unter anderem Entwässerungseinrichtungen nördlich, die Vermeidung von Kreuzungssituationen und möglichst geringe Eingriffe in Waldstücke.

Bei der Abfahrt Hardt ist eine Querungshilfe geplant. Matthias Weisser mahnte dort ein Abrücken des Radwegs nach Westen an. Sonst sei durch die Rücknahme des Traufs der ganze Wald in Gefahr. "Ich würde als Waldbesitzer keinen Quadratmeter abgeben." Laut Christ können Gespräche über den Grunderwerb Änderungen in der Planung mit sich bringen. Von der Querungshilfe aus soll der Radweg nördlich fortgesetzt werden.

Das Verkehrsaufkommen liegt bei 2500 Kraftfahrzeugen in Stunden, die Straße ist zwischen 4,75 und 5,5 Meter breit und soll auf sechs Meter ausgebaut werden. Möglichst nicht aufgehoben werden soll die Beschränkung auf 3,5 Tonnen, trotz solcher "Tendenzen beim Fördermittelgeber". Der Radweg soll 2,5 Meter breit und durch einen mindestens 1,75 Meter breiten Streifen von der Straße getrennt sein. Es gehe darum, das Gefährdungspotenzial zu reduzieren, so Christ.

Laut Link gab es seit 2016 auf der Strecke 29 Verkehrsunfälle, vor allem durch Begegnungsverkehr. Das deute auf deutlich zu enge Straßenverhältnisse hin. Für Radfahrer sei es eine sehr gefährliche Verkehrssituation. Durch den maßvollen Ausbau, die Absetzung des Radwegs und die Entschärfung von Kurven könne sich die Sicherheit deutlich bessern. Er appelliere an Grundeigentümer, dies zu berücksichtigen. Dankbar sei man für Anregungen wie Parkbuchten für Busse.

Laut Weisser wird das Projekt viele Gespräche erfordern. Er hoffe aber auf die Durchführung. Laut Birgit Helms befürchten Bürger wegen höhere Geschwindigkeiten wegen Begradigungen der Straße. Als Radfahrer sei man derzeit froh, von der Straße runter zu sein. Link ging davon aus, dass die bisherige Geschwindigkeitsbegrenzung bleibt. "Ziel ist nicht, eine Schnellfahrstraße zu bauen." Laut Christ wurde deshalb auf den Ausbau auf 6,5 Meter verzichtet.

Das Projekt habe Zukunft, so Thomas Fiehn. Er fragte, ob beim Ausbau vielleicht Teile einer alten Römerstraße auftauchen könnten. Laut Bernd Möller war die aber wohl nicht befestigt. Radwege würden immer wichtiger. Man rede nicht nur über Tourismus sondern auch über Schüler. Möller gab aber Kosten für den Unterhalt des Radwegs zu Bedenken. Die Unterhaltungslast liegt laut Link bei der Gemeinde.

Die Kosten für den Straßenausbau liegen laut Christ bei 1,79 Millionen Euro, für den Radweg bei 2,64 Millionen Euro. Allerdings könnten von Land und Bund für den Radweg Fördermittel in Höhe von 72 Prozent fließen. Damit entfiele auf Königsfeld nur noch ein Anteil von 120 000 Euro. Ihm zufolge sprachen sich schon der technische Ausschuss des Landkreises sowie die Ortschaftsräte Tennenbronn und Buchenberg einstimmig für die Maßnahme aus. Gebaut werden könnte die Strecke 2022, nachdem Planungen, Grundstückverhandlungen und Förderanträge erledigt sind.

Der Ausschuss empfahl einstimmig die Durchführung der Maßnahme.

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