Agnes Suszter mit ihrer Querflöte und Klaus Schüller an der Orgel bereiten den Zuhörern im Kirchensaal eine besinnliche Stunde. Foto: Paskal Foto: Schwarzwälder-Bote

Konzert: Agnes Suszter und Klaus Schüller begeistern im Kirchensaal / Vogelgezwitscher erkennbar

Von Christel Paskal

Das Konzert zu "Resonanzen" begeisterte die Besucher im Kirchensaal. Die leise Stunde war geeignet zum Innehalten.

Königsfeld. Manfred Molicki vom Verein Kunstkultur Königsfeld (Kukuk) begrüßte die Zuhörer und zeigte sich erfreut über den halb vollen Kirchensaal. "Uns sind zum Schluss die Programme ausgegangen", gab er zu. Auf der Orgelempore waren Agnes Suszter mit ihrer Querflöte und Klaus Schüller an der Orgel bereit für eine besinnliche Stunde, die sie den Besuchern bereiten wollten.

Die Programmrückseite erklärte, wie es zum Titel "Königsfelder Resonanzen" kam. Er bezieht sich auf die zu Ende gegangene Ausstellung von Gisela Borries. Resonanz bedeutet wörtlich übersetzt "Widerhall", "Nachklang", "Mitschwingen".

Der Soziologe Hartmut Rosa aus Jena hat in einem Interview darüber gesprochen, dass es für die Menschen darum geht, "von einer Sache oder einer Person bewegt oder berührt zu sein". Genau das ist den Musizierenden an diesem Abend gelungen. Mit Georg Friedrich Händels Sonate g-moll op. 1 Nr. 2 eröffneten sie das Konzert. Leise und meditativ erklangen die Flötentöne der Orgel zu der Suite du deuxieme ton von Louis-Nicolas Clérambault. Wunderschöne Klänge waren beim Allegro und Adagio der Sonate g-moll von Johann Sebastian Bach zu hören.

Gesanglich begeisterte Agnes Suszter durch ihre klare Sopranstimme mit zwei Liedern von Heinrich Schütz. Im "Eile, mich, Gott, zu erretten" aus dem Psalm 70, 2 bis 6, wird um Gottes Hilfe gebeten. Im "Ich will den Herren loben allezeit" aus dem Psalm 34, 2 bis 7 endet mit dem "Alleluja" der Lobpreis.

Wie gut Orgel und Querflöte harmonieren, war auch im letzten Stück von Charles-Marie Widor zu hören. In der Suite für Flöte und Orgel war in der Romanze durchaus Vogelgezwitscher erkennbar, das immer kräftiger wurde.

Stürmischer und lang anhaltende Beifall spendeten die Besucher. Als Zugabe spielte das Duo die S-Dur-Sonate von Bach und nochmals die Suite von Widor.

Den Musikern ist es bestens gelungen, den Besuchern einen ruhigen Abend zu verschaffen.

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