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Königsfeld Das Karusell der Neurosen dreht sich unterhaltsam

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Takeshi (rechts) zwingt Janne mit sanfter Gewalt zum Feiern von Karneval und Oktoberfest. Fotos: Hübner Foto: Schwarzwälder Bote

Königsfeld-Neuhausen. Selbstfindung, germanische Ritualen und schlechter Sex: Das Gasthaus Engel präsentiert mit "Alltag und Ekstase" ein mehr als skurriles Theaterstück über vier Menschen, die mitten im Wahnsinn der eigenen Familie gefangen sind.

Ungewöhnlich war bereits die Begrüßung durch Hans Rohrbach, der bunt kostümiert zu einem "Sittenbild" einlud, zu "vier Menschen, die im Familienclinch ihre Selbstoptimierung betreiben".

Versinnbildlicht wurde das danach durch eine Everest-Besteigung der Protagonisten. Die präsentierten sich dem Publikum im Lauf des Abends als höchst unterschiedliche Charaktere. Janne (Olaf Jungmann) ist sowohl bei seiner Selbstfindung als auch beim Sex mit seiner Ex Katja nicht allzu erfolgreich. Letztere nimmt kein Blatt vor den Mund, und wirft Janne vor, sein "Highspeed-Gestoße" aus Pornos abgeguckt zu haben.

Japanischer Liebhaber des Opas zu Besuch

Zu allem Überfluss diskutiert sie das Thema auch noch mit Jannes Eltern, Günther (Dietmar Schlau) und Sigrun (Christine Dannert), die mit mehr oder weniger hilfreichen Tipps zur Seite stehen. Auch ein ungeplantes Kind ist Thema. Für wenig Begeisterung sorgt bei Janne die Ankündigung Günthers, dass dessen japanischer Liebhaber Takeshi (Götz Knieß) zu Besuch kommt. Der erweist sich als Fan von Oktoberfest und Karneval und überzeugt Janne, in Sachen Selbstfindung an einem alten germanischen Ritual teilzunehmen, das darin gipfelt, dass Janne den Urin Takeshis trinken soll.

Wie sich im Laufe des Abends zeigt, ist Günther auch ein Fan exotischer Rituale, was sich zum Beispiel darin äußert, dass er in einem Skelett-Kostüm den mexikanischen "Tag der Toten" feiert. Sigrun dagegen ist eher praktisch veranlagt und kauft sich resolut aus der Mutter- und Großmutterschaft frei, um sich dem Renovieren ihres Hauses widmen zu können. Und Katja schwankt zwischen höchster Verliebtheit und Verzweiflung ob einer Tochter, die sie immer wieder mal an den Rand des Wahnsinns treibt.

Die recht eigentümlichen Charaktere sorgten mit ihrem unterschiedlichen Blick auf die Welt für einige Verwirrung untereinander und für viele Lacher im Publikum, das am Ende trotz oder gerade wegen der bizarren Geschehnisse reichlich Applaus spendete.

Weitere Aufführungen sind am 8. und 9., 15. und 16. sowie 21. und 22. November. Einlass und Restaurantbetrieb ist jeweils ab 18 Uhr, das Stück beginn um 20 Uhr. Tickets kosten zwischen zehn und 16,50 Euro und sind an der Abendkasse, bei der Tourist-Info Königsfeld sowie allen Vorverkaufsstellen des Verbunds "Kulturticket Schwarzwald-Baar-Heuberg" erhältlich. Reservierungen sind beim Gasthaus Engel unter 07725/76 78 möglich.

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