Hans-Beat Motel (von links), Fritz Link, Knut Schröter und Raimar Fiehn leiten den Historischen Verein. Foto: Mittelstaedt Foto: Schwarzwälder-Bote

Große Veranstaltung zum Jubiläum geplant / Gründung des Urwaldhospitals Lambarene jährt sich zum 100. Mal

Von Harald Mittelstaedt

 

Königsfeld. Hohe Einsatzbereitschaft der freiwilligen Helfer war erforderlich, um die vielfältigen Aktivitäten des Historischen Vereins zu bewältigen.

Dies war den ausführlichen Berichten der Vorstandsmitglieder bei der Hauptversammlung zu entnehmen. Knut Schröder, Vorsitzender des rührigen Vereins mit 74 Mitgliedern, berichtete von fünf Projekten. Der Bücherbasar sei erfolgreich verlaufen. Die "Königsfelder Begegnungen" mit sechs Vorträgen entwickelten sich gar zum Selbstläufer. Als Großprojekt betitelte Schröter die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Albert-Schweitzer-Hauses.

Der stellvertretende Vorsitzende, Bürgermeister Fritz Link, listete detailliert die einzelnen Aktivitäten am Festwochenende auf. Nur mit großem Einsatz aller Helfer habe man so ein Großereignis stemmen können. Immerhin hätten die Veranstaltungen etwa 1100 Besucher angelockt. Link berichtete über die erstmalige Verleihung des Albert-Schweitzer-Preises an Eugen Drewermann, Raphaela und Rolf Maibach, die bundesweit Beachtung fand. Die Europäische Orgelakademie hätte laut Link mehr als die 210 Besucher verdient.

Renate Siebörger informierte eingehend über die Arbeit des Albert-Schweitzer-Studienkreises. Man habe sich intensiv mit dem Theologen Albert Schweitzer und seinen Predigten befasst.

Für das Hausteam berichtete Dieter Glimann von 650 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit. Geleistet wurden diese von insgesamt 24 Mitarbeitern. Gewissermaßen eine Punktlandung habe man mit den 2428 Besuchern des Albert-Schweitzer-Hauses sowie den Einnahmen aus Besuch und Führungen geschafft. Dem stimmte auch Kassierer Raimar Fiehn zu. "Jubiläen kosten nun mal Geld" rechtfertigte er die geringfügige Entnahme aus den Rücklagen.

Mit einem normalen Kassenjahr könne man auch 2013 nicht rechnen. Dann jährt sich nämlich zum 100. Mal die Gründung des Urwaldhospitals Lambarene durch Albert Schweitzer. Zu dem historischen Jubiläum habe sich der Verein einiges einfallen lassen. Angedacht ist laut Fritz Link unter anderem ein Mammut-Benefizkonzert zugunsten von Lambarene, das sogar in das Guinness-Buch der Rekorde Aufnahme finden soll. Zudem sollen Reisen nach Lambarene angeboten werden. Details dazu würden noch beraten.

Dieser Herausforderung muss sich nun der frisch gewählte Vorstand stellen. Bis auf den neuen Schriftführer Hans-Beat Motel handelt es sich dabei um die bewährte Führungsriege mit dem Vorsitzenden Knut Schröder, seinem Stellvertreter Fritz Link sowie Kassierer Raimar Fiehn. Auch dieser ist für drei Jahre gewählt, bat die Versammlung aber darum, in einem Jahr einen Nachfolger für ihn zu präsentieren.