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Königsfeld Auffallend viele Variationswerke zu hören

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Sie gestalten das erste Konzert der Sommersaison 2018 in der Buchenberger Nikolauskirche: Gudrun Wursthorn (Blockflöten) und Leberecht Thiele (Spinett/Orgel). Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder Bote

Königsfeld-Buchenberg. Eine Bereicherung des kulturellen Lebens ist die Konzert-Serie in der Buchenberger Nikolauskirche. Die Liebe zu dem alten Gotteshaus, zur bald 300 Jahre alten Albrecht-Orgel und zur Musik treibt Leberecht Thiele um.

Der diesjährige Startschuss fiel am Samstag, bei dem in der "ökumenischen Kirche" Pfarrer Ewald Förschler Ausführende und Gäste herzlich willkommen hieß. Seine zum Schluss überreichte Calla sollte Symbol für ein schönes, gutes Gedeihen sein.

Das Programm tangierte die Heimatstadt Thieles Halle/Saale und wies mittel- und norddeutsche Komponisten des Barocks aus mit den Ausnahmen des Italieners Frescobaldi und des "modernen" Schlesiers Gustav Gunsenheimer. Auffallend waren die zahlreichen Variationswerke.

Leberecht Thiele bediente sowohl ein fein klingendes Spinett aus der thüringisch-sächsischen Werkstatt Ammer, als auch die Orgel des Jahres 1719 von Johann Christoph Albrecht.

Als Partnerin hatte er Gudrun Wursthorn aus Weiler mitgebracht, die C- und Alt- Blockflöten beachtliche Klänge entlockte. Durch die ganzen Skalen war ein intensiver, ansprechender Ton bei sauberer Gestaltung zu vernehmen. Zusammen mit Spinett wurden Heiteres, Frühlingshaft-jubelndes, edel-getragene Stimmungen und ein schnelles Finale mit wiegendem Charakter bei der C-Dur-Sonate von Johann Christoph Pepusch vermittelt. Gestochen scharf war auch die intonale Artikulation der Flötistin bei Telemanns F-Dur-Sonate, ein gefälliges Werk, bei dem vor allem die Triller des dritten und die Hirtenmusik des vierten Satzes gefielen.

Ein besonderer, weit gereister Komponist war Nicolaus Adam Strungk, der wegen seines emotionalen Geigenspiels von Corelli mit Anspielung auf seinen Vornamen als "Arcidiavolo" bezeichnet worden sein soll. Die dargebotene d-Moll-Suite war farbiger Barock mit festlichen Elementen und teils raschen Tempi.

Leberecht Thiele eröffnete den Spätnachmittag mit einem kurzen Präludium von Friedrich Wilhelm Zachow am Spinett. Der gleiche Komponist lieferte auch die Partita zu "Jesu meine Freude" und schlug den Bogen zu Händel, dessen Lehrer er war. Die Sarabande des großen Musikers wurde mit charaktervollen Variationen bereichert, genauso wie Samuel Scheidts "Ei du feiner Reiter", Pachelbels Aria oder Gunsenheimers "Ich singe dir mit Herz und Mund", die an der Orgel vorgetragen wurden. Daneben ertönten von der archaisch wirkenden Orgel zwei Tanz-Sätze von Frescobaldi.

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