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Königsfeld Auf dem Friedhof wird der Platz knapp

Von
Bauhofleiter Manfred Ohnmacht (vorne, von rechts) und Ortsvorsteher Peter Hase demonstrieren die Maße, wie in etwa die Grabreihen aufgebaut sein sollen Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder Bote

Königsfeld-Buchenberg. Einen eher ungewöhnlichen Treffpunkt gab es für die Mitglieder des Ortschaftsrats Buchenberg: Die Sitzung begann mit einem Vor-Ort-Termin auf dem Friedhof, da sich die dortigen Einzelgräber dem Ende zuneigen. Eine Planungsrate von 5000 Euro sei für das kommende Jahr für die Erweiterung eingestellt.

Eigentlich sei noch viel Platz auf dem Friedhof, doch man wolle künftig strukturierter vorgehen für neue Gräber. "Die Zeit, dass die Hinterbliebenen Gärten ums Grab herum wollen, ist wohl vorbei, außerdem machen große Gräber das Sterben teuer", nannte Ortsvorsteher Peter Hase weitere Gründe.

Beginnen wolle man auf der rechten Seite des Friedhofs auf der Freifläche. Da man nicht mehr von Hand ausgrabe, müsse beachtet werden, dass selbst ein Minibagger rund zwei Meter Baggerstraße benötige.

Verlegung der Granitplatten führt zu Diskussionen

Die linksseitigen Gräber, bei denen allenfalls noch eine Urnen-Zubettung gemacht werden könne, seien alle in Hangrichtung ausgerichtet, auf der (älteren) rechten Seite liegen die Gräber dagegen quer zum Hang, was viel zusätzliche Arbeit erfordere, so Hase. Bei diesen Gräbern sei in den nächsten Jahren die Liegezeit von 30 Jahren abgelaufen, daher könne man die Grabreihen nach und nach oberhalb im gleichen Muster fortführen. Bei der aktuellen Ausrichtung werde es eng zwischen den Gräbern.

Gemeinsam mit anderen Ortschaftsratsmitgliedern habe man sich die Friedhöfe in Burgberg und in Neuhausen angeschaut. Letzterer habe zwar keine Hangneigung und deutlich besseren Boden, doch sei dieses Modell sehr gut. Es stelle sich lediglich die Frage, wer für die Verlegung der Granitplatten zwischen den Gräbern verantwortlich sein sollte. Während Hase sich dafür aussprach, dass dies die Gemeinde machen sollte, indem sie den Unternehmer Horst Kopp beauftrage, sah das Alexander Rapp als rechtlich problematisch an. Und Matthias Weisser widersprach vehement. Das würde die Kosten enorm in die Höhe treiben. Die Angehörigen der Verstorbenen sollten deshalb selbst entscheiden, mit der Vorgabe, stets dieselben Granitplatten zu verwenden. Weisser setzte sich mit dieser Forderung knapp durch.

Gemeinsam mit Bauhofleiter Manfred Ohnmacht und Franz Klausmann sprach man ausgiebig durch, wie man wohl am besten verfahre. Letztlich einigte man sich darauf, zunächst eine Böschung anzubringen, dann soll die Baggerstraße folgen, darüber die erste Grabreihe.

Ein weiteres Anliegen aus Reihen des Geschichtsvereins stellte Hase dem Bauhof vor. Im oberen, rechten Teil des Friedhofs sei in der Ecke ein Grab, das eigentlich schon seit vielen Jahren abgeräumt sein könnte; das sollte nun schnellstmöglich geschehen. Danach solle es aber nicht wieder als Grabstätte zur Verfügung stehen, sondern ein Grabkreuz erhalten, adäquat zum Erinnerungsstein auf der anderen Seite des Friedhofs – dort steht in "memoriam Professor Georg Amsel", ein Erfinder einer Kurzschrift, bereits ein Gedenkstein.

Künstler hätte am 11. Mai seinen 160. Geburtstag

Das Grabkreuz ist Otto Leiber gewidmet. Neben dem Kreuz, das einen sehr massiven Sockel haben soll, will der Geschichtsverein eine Gedenktafel über den bekannten Maler aufstellen. Bis zum 11. Mai sollte Klarheit herrschen, da Leiber – der auf dem Friedhof beerdigt ist – seinen 160. Geburtstag hätte, so Hase. Manfred Ohnmacht stellte fest, dass man das bei aller Liebe zur Kunst so kurzfristig nicht schaffe.

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Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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