Im Werkraum konnten die Grundschüler ihre Sinne erforschen: Es galt, Früchte und Gewürze zu erschnuppern, ertasten und erschmecken. Bild: Zinzendorfschulen Foto: Schwarzwälder-Bote

Besucher informieren sich über die verschiedenen Möglichkeiten

Königsfeld. Beeindruckt zeigten sich die rund 200 Eltern, die zur Viertklässlerparty der Zinzendorfschulen kamen, um sich über die vielfältigen Möglichkeiten des Schulwerks zu informieren. Um gezielter auf die Fragen eingehen zu können, wurde die Veranstaltung nach einer allgemeinen Einführung und den musikalischen Kostproben von Chor und Orchester der fünften Klassen zweigeteilt.

Der für die Gymnasien verantwortliche Schulleiter Johannes Treude erläuterte die Besonderheiten des Schulwerks, die für alle Schularten gelten, wie etwa die stillen fünf Minuten, die Klassenlehrerstunden und den Morgensegen, bevor er Fächerkombinationen, Wege zum Abitur und den bilingualen Gymnasialzweig vorstellte. Er ging auf die Bedeutung der evangelischen Trägerschaft der Zinzendorfschulen ein. "Wir sind eine christliche und keine konfessionelle Schule", erklärte er. Deshalb spiele die Konfession der Schüler und ihrer Eltern keine Rolle. Vielmehr stehe das Kind als individuelle Persönlichkeit im Vordergrund. Es werde von den Lehrern, die hier Brüder und Schwestern sind, so begleitet, dass es sein Potenzial ausschöpfen könne.

Trotz der unterschiedlichen Schulzweige sind alle Zinzendorfschüler Teil der Schulgemeinschaft, was auch die Vorsitzende des Gesamtelternbeirats bestätigen konnte. "Es ist gigantisch", sagte Simone Wari, "hier kennen sich alle Schüler untereinander, von der fünften Klasse bis zum Abitur." Ihre Kinder seien zuvor auf einem anderen Gymnasium gewesen, bevor sie vor Jahren an die Zinzendorfschulen wechselten. "Ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können."

Ebenso authentisch wurde von den Abläufen im Tagesinternat (TI) berichtet. Seit 25 Jahren besteht dieses pädagogische Zusatzangebot, bei dem Eltern auch nachmittags ihre Kinder gut betreut wissen. Eine Schülerin des TI schilderte einen typischen Nachmittag, der mit dem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa beginnt und bei dem sich Freizeit und Lernzeit abwechseln.

Real- und Werkrealschülern wird vom kommenden Schuljahr an zusätzlich auch eine verschlankte Version dieses Betreuungskonzeptes angeboten. Der Abteilungsleiter der Realschule und Werkrealschule, Stefan Giesel, und der Geschäftsführende Schulleiter der Zinzendorfschulen, Rainer Wittmann, erläuterten dieses Konzept den Eltern, deren Kinder einen mittleren Bildungsabschluss anstreben.

Während die Eltern sich über Lehrinhalte, Methoden und Fächerkombinationen informierten, erkundeten die Viertklässer, betreut von der Schülermitverwaltung, schon einmal die Schule. Im Technikraum konnten sie ihre ­Sinne erkunden. Im Aufenthaltsraum der Unterstufe war der Kicker besonders begehrt und im Chemiesaal staunten alle über die spektakulären Versuche.

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