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Königsfeld 49-Jähriger hat Kinderpornos auf PC

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Ein 49-jähriger Mann ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte Kinderpornos auf dem PC. Ein sexueller Missbrauch konnte dem Mann nicht nachwgewiesen werden. (Symbolfoto) Foto: dpa

Königsfeld/Konstanz  - Die Jugendschutzkammer am Landgericht Konstanz hat am Dienstag einen 49-jährigen Mann aus Meißen vom Vorwurf des sexuellen Kindesmissbrauchs in zwölf Fällen freigesprochen. Während des Tatzeitraums im Frühjahr 2012 lebte der Mann in Villingen. Wegen mehrerer Verstöße gegen ein Verbot, mit Kindern Umgang zu pflegen und wegen des Besitzes von kinderpornografischen Aufnahmen, verhängte das Gericht zwei Jahre Haft. Die Strafe wurde unter Auflagen für fünf Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Das Gericht vernahm am ersten Sitzungstag fünf Zeugen und zog einen auf Aussagepsychologie spezialisierten Sachverständigen zu Rate. Letztendlich hielten die vermeintlich belastenden Aussagen der drei Kinder im Alter von drei, sieben und zehn Jahren seiner Überprüfung auf den Wahrheitsgehalt aber nicht stand. Entsprechend dem Zweifelsgrundsatz musste das Gericht den Angeklagten deshalb freisprechen.

Dass er mit seinen zahlreichen Besuchen bei zwei Familien aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, die ihn auch mit ihren Kindern alleine ließen, gegen ein richterliches Kontaktverbot verstoßen hatte, konnte der Beschuldigte allerdings nicht leugnen. Ebenso war unstrittig, dass er im Besitz einer Festplatte mit kinderpornografischem Material war. Dafür verhängte das Gericht jetzt die Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung Unter anderem soll er 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, entgegen dem Kontaktverbot seinen pädophilen Neigungen nach wie vor nachgegangen zu sein, und gezielt den Kontakt zu Familien mit Kindern gesucht zu haben. Er hielt aufgrund der Aussagen der Eltern und der Verhaltensauffälligkeiten der Kinder zumindest drei Fälle des sexuellen Missbrauchs für erwiesen. Zusammen mit der Bestrafung der beiden anderen Taten kam er auf dreieinhalb Jahre Haft. Ohne Bestrafung der Missbrauchsfälle sollte das Gericht seiner Meinung nach zweieinhalb Jahre verhängen.

Der Verteidiger des Angeklagten nahm seinen Mandanten in Schutz und erläuterte detailliert, wie dieser durch Zufälle in Kontakt mit den Familien gekommen war. "Er ist ein soziales Wesen", meinte er, "das mit anderen Menschen zusammenkommen will." Dass die kleinere Kinder hatten, sei ihm nicht von vornherein bekannt gewesen. Die Eltern hätten, nachdem sie von seinen einschlägigen Vorstrafen und dem Kontaktverbot erfahren hatten, ihre Kinder so beeinflusst, "dass die gesagt haben, was die Eltern letztendlich hören wollten". In Wirklichkeit sei "nichts dergleichen geschehen".

Für den Verstoß gegen das Kontaktverbot während der Führungsaufsicht und für den Besitz der Kinderpornos hielt er sechs Monaten auf Bewährung für angemessen. Immerhin habe der Mann bereits fast sieben Monate in Untersuchungshaft gesessen, bevor er an Weihnachten 2012 wieder entlassen wurde. Seither sei es zu keinen weiteren einschlägigen Taten gekommen.

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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