Davide Licht (links) , König Vincent Tchoua Kemajou und Ortsvorsteher Horst Lamparth Foto: Adelbert Barth

König Vincent Tchoua Kemajou aus der Provinz Bazou in Kamerun war kürzlich zu Besuch in Melchingen. Dort erwartete ihn ein straffes Programm.

Seine Majestät König Vincent Tchoua Kemajou aus der Provinz Bazou in Kamerun war mit seiner Ehefrau Yvette Tchoua Kemajou, zu Gast in Melchingen.

 

König Vincent Tchoua Kemajou reiste – mit kleinem Gefolge – dieser Tage wegen einer ärztlichen Untersuchung nach Paris und nahm die Gelegenheit wahr, seinen Repräsentanten in Deutschland zu besuchen.

Mit der Pferdekutsche unterwegs

Der Stellvertreter des kamerunischen Würdenträgers, Theophile Nana Tchuitcha wohnt seit über einem Jahr in Melchingen. Ihm gefällt es sehr auf der Alb, und er hat sich auch als Kandidat für den Ortschaftsrat aufstellen lassen. So wurde aus dem privaten Wiedersehen ein Besuch mit offiziellem Charakter.

Angereist ist der König bereits am Freitagabend. Er wurde mit einer Pferdekutsche von Salmendingen nach Melchingen gefahren. Bei der Fahrt war seine Majestät sehr von der Landschaft beeindruckt.

Für den hohen Besuch hatte Ortsvorsteher Horst Lamparth ein straffes Programm vorbereitet. Offiziell wurde der Gast am Samstag von Bürgermeister Davide Licht empfangen und eingeladen, sich ins Goldene Buch der Stadt Burladingen einzutragen.

Viele Melchinger und Bürger aus der Gesamtstadt nahmen die Gelegenheit war, den König zu empfangen. Beim anschließenden Weißwurstfrühstück im Theater Lindenhof bedankte sich der Monarch für den herzlichen Empfang: Er fühle sich sehr geehrt. 2024 sei für ihn ein besonderes Jahr. Er wird 70 Jahre alt und feiert sein 40-jähriges Thronjubiläum.

Der König im Traktor mit Karsten Maichle Foto: Adelbert Barth

Der König machte sich Gedanken zum Thema Einwanderung. Er sieht in der Industrialisierung den Schlüssel, die Einwanderung zu stoppen. Kamerun und viele afrikanische Länder verfügten über genügend Potenzial und Ressourcen.

Die Jugendlichen sollten in den Schwerpunkten Bildung, Gesundheit und bessere Infrastruktur ausgebildet werden. Hierbei müssten die Grundrechte aller respektiert und geachtet werden.

Bürgermeister Licht und Ortsvorsteher Lamparth ernannte er zu Bürgern Bazous und zu Freunden des Königs. Der König lud die beiden ein, ihn in Kamerun zu besuchen. Stefan Hallmayer, Intendant des Theaters Lindenhof, führte die Gäste durch sein „Heimat-Theater für die Welt und Welt-Theater für die Heimat“.

Gäste besuchen das Autohaus Kanz

Anschließend besuchten die Gäste das Autohaus Kanz. Da die Region Bazou zu 95 Prozent landwirtschaftlich geprägt ist, zeigte sich König Vincent Tchoua Kemajou an den Maschinen und Geräten der Firma Himel. Er werde sich zuhause im Gremium für die landwirtschaftliche Entwicklung des Landes, für den Erwerb von Futtermischern und Silos zur Futterlagerung einsetzten.

Sehr beeindruckt von den Traktoren und Gerätschaften war der Monarch auf dem Bauernhof von Familie Karsten Maichle. Er zeigte sich auch sehr interessiert an der Aufzucht und Haltung der Milchkühe.

Nach der Beendigung des Besucherprogramms hatte sein Stellvertreter Theophile Nana Tchuitcha alle Kameruner, die in der Region in und um Burladingen leben und alle Melchinger zu einem afrikanisch-deutschen Fest eingeladen. Bei afrikanischen und schwäbischen Spezialitäten fand ein reger Austausch statt.