Die Brändbach-Hupä brachten den Saal in Unterbränd zum Kochen. Diese Veranstaltung ist mittlerweile Tradition in Unterbränd.
Da war sie wieder, die Unterbränder Köhlergaudi, in ihrer zwölften Auflage. Inzwischen ist aus dem Geheimtipp längst Kult geworden. Am Freitag vor Fasnet ist dies für die Köhlerzunft der Auftakt der närrischen Tage, ein Narrentreffen im Kleinformat und allemal ein Anziehungspunkt für viele junge Narren, die gute Unterhaltung suchen und gemeinsam feiern möchten.
Ein besonderes Schauspiel war die Aufstellung des Narrenbaums in der Dämmerung. Während die Akteure den Baum zum Ortsmittelpunkt trugen und langsam in die Höhe hievten, leuchtete der Horizont in wechselnden Gelb-, Orange- und Rottönen, bevor das gute Stück unter großem Applaus in das dafür vorgesehenen Loch rutschte.
Auf dem anschließenden kurzen Nachtumzug durch den Ort trieben viele Hexengruppen ihr Unwesen, aus Aufen, Donaueschingen, Unadingen, aber auch die Unterbränder Kirnburghexen. Mit von der Partie war auch der Musikverein Dittishausen, der das Publikum in der Brändbachhalle auf Fest-Temperatur brachte, bevor die Köhlergaudi von Narrenvater Simon Wider offiziell eröffnet wurde.
Traditioneller Köhlertanz zum Auftakt
Nach dem traditionellen Köhlertanz schwangen die Aufener Buchberghexen ihre Besen. Großen Applaus ernteten über den Abend verteilt Tänze der Köhlermädels, der Garden aus Unadingen, Neudingen, Döggingen und der „Bellindas“ aus Unadingen. Ein ums andere Mal forderte das Publikum in der voll gefüllten Brändbachhalle Zugaben, die bereitwillig gegeben wurden. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gab es weniger Musikgruppen, was der Stimmung keinen Abbruch tat.
Gefeiert wurde der Auftritt der „Baaremer Schalmeien“, die mittlerweile fester Bestandteil der Köhlergaudi sind. Höhepunkt der Veranstaltung waren aber die „Brändbach-Hupä“ aus Bräunlingen, die mit einem dreiviertelstündigen Auftritt den Saal zum Kochen brachten. Pech hatte hingegen die Formation „Katzenjomer Brigachtal“ kurz vor Mitternacht, weil sich das Fest langsam in das Partyzelt verlagerte.