Der Strafzettel für das Rote Kreuz beim Kinderfest hat für viel Wirbel gesorgt. Jetzt hat die Stadt Lahr eine Entscheidung getroffen.
Es war der Aufreger eines ansonsten rundum gelungenen Kinderfests: Sanitäter, die beim Lahrer Kinderfest am Samstag Dienst verrichteten, hatten wegen Falschparkens ein 55-Euro-Knöllchen kassiert. Dafür musste der städtische Ordnungsdienst im Internet teils harsche Kritik einstecken.
Bürgermeister Guido Schöneboom erklärte noch am Samstag, dass man den Sachverhalt prüfen und bei Bedarf reagieren werde. Das war schon am Montagvormittag geschehen – Ergebnis: „Wir nehmen die Verwarnung zurück.“
Die rathausinternen Recherchen ergaben, dass der Rettungswagen auf dem Museumsplatz abgestellt war – just an dem Ort, wo seit Jahren die samstäglichen Demos von Ärztin Anette Franz stattfinden.
Bürgermeister verteidigt seine Mitarbeiter
Schöneboom, zugleich Vize-Präsident des DRK-Kreisverbands Ortenau, stellte sich am Montag im Gespräch mit der LZ vor die städtischen Mitarbeiter: „Es lag kein Fehler der verantwortlichen Kollegin vor. Das Fahrzeug war nicht in einem Notfalleinsatz und das Rote Kreuz hatte vorher leider keine Ausnahmegenehmigung beantragt, sonst hätten man von uns einen Platz zugewiesen bekommen.“
Dennoch landete der Strafzettel nun im (virtuellen) Papierkorb. Auch der Social-Media-Beitrag, in dem ein DRKler seinen Unmut über das Knöllchen kundgetan hatte, ist mittlerweile gelöscht.