Die VHS kann Kneipenquiz - und wie! Über 80 Teilnehmer hatten eine Menge Spaß im voll besetzten Gewölbekeller des Alten Rathauses.
VHS-Leiterin Ines Haag hatte die zündende Idee für das Angebot im Frühjahr/Sommer-Semesterprogramm und brachte diese ins Rollen, indem sie ihre Kollegin Christine Krauth, Leiterin der Abteilung Soziales, Schulen und Sport dazu animierte, die Rolle als Quizmasterin zu übernehmen.
Sie wusste, dass diese nicht nur gerne selbst an Quiz-Veranstaltungen teilnimmt, sondern bereits auch schon Wettbewerbe ausgerichtet hat.
Dass hier nun eine richtige Profi-Frau mit Herzblut am Werk war, wurde den Teilnehmern schnell klar.
„Es gibt vier Runden mit jeweils acht Fragen, in denen ihr 20 Minuten Zeit zum überlegen, diskutieren und beraten habt“, war ihre klare Ansage.
„Hilfsmittel wie Handys sind nicht erlaubt!“ Diese Anmerkung wäre nicht nötig gewesen, denn – kaum zu glauben – die Leute saßen gut gelaunt an den Tischen und sprachen und lachten miteinander, ohne auf einen kleinen Bildschirm zu gucken.
Die grauen Zellen glühen
Es braucht schon eine glühende Fantasie und viel Ideenreichtum, um sich solche Fragen auszudenken. Was da auf den ausgeteilten Zetteln stand, ließ die grauen Hirnzellen erglühen. „Das ist ja voll schwer!“, „Wer soll das denn wissen?“, „Für diese Frage bin ich zu jung“, oder – an einem anderen Tisch – „Dafür bin ich zu alt“, war unter den Ratenden allenthalben zu hören.
Allgemeinwissen und Spezialkenntnisse waren gefragt
Es war viel Kurioses dabei, wie etwa die Frage: „Durch welche Maßnahmen sparte American Airlines 1987 40 000 Dollar?“ oder: „Was bedeutet Gymnasium wörtlich?“. Aber auch Allgemeinwissen war nötig, als es etwa um die Frage ging: „Von wann bis wann regierte Elisabeth II?“ – „Ähhh – die war doch 60 oder 70 Jahre Regentin, aber ist sie jetzt schon zwei oder drei Jahre tot?“. Genauere Überlegungen führten hier schließlich zum richtigen Ergebnis.
Entscheidend für die meisten richtigen Antworten war nicht, wie groß ein Team war. Das kleinste bestand aus zwei Personen, beim größten mussten zwei Tische zusammengeschoben werden, damit alle daran Platz hatten.
Die Spannung hielt bis fast zum Schluss
Runde für Runde stieg die Spannung, wer die Nase vorne hat. Schlussendlich war es das Team „Abi 83“, das sich tatsächlich erst in der vierten Runde deutlich absetzte, gefolgt von „Die Nüsschen“ als zweite und „Moment, ich hab’s gleich“ als dritte.
Haarscharf unterlegen waren die „Camper“, die „Chrüsi Müsi“ und „Die drei ???“. Allein die Namensgebungen der 16 Teams sorgten schon für Heiterkeit.
Chips und Salzgebäck helfen beim Nachdenken
Viel zu tun hatten Ines Haag und der „Bürgermeister des Alten Rathauses“ – Hausmeister Georg Schäfer – hinter der Bar und trugen damit zur guten Atmosphäre bei. Offensichtlich sind eine Menge Chips oder Salzgebäck beim Nachdenken hilfreich. Ein ums andere Mal wurden die Schälchen wieder aufgefüllt.
Drei Stunden vergingen wie im Flug
Es ist zu hoffen, dass diese Veranstaltung nach so einer erfolgreichen Premiere wiederholt wird. Ganz klar, das Bedürfnis in der Gesellschaft ist da, sich zu treffen und in geselliger Runde miteinander zu reden. Drei Stunden vergingen wie im Flug und niemand hätte den geselligen Platz im Gewölbekeller gegen die einsame Couch vor dem Fernseher eintauschen wollen.