So hat es am Loheck noch im Jahr 2021 ausgesehen. Künftig werden dort keine Holzstämme mehr gelagert, dafür soll der Ort als Aufenthaltsort weiter umgestaltet werden. Foto: Bohnert-Seidel

Das Loheck war bislang Freizeitort und Lagerplatz für Holz. Das wird sich nun ändern. Der Ort soll mehr Aufenthaltscharakter erhalten, das Holz an anderer Stelle gelagert werden. Förster Christian Junele ist von den Planungen weniger begeistert.

Friesenheim - Im Herbst ist das Loheck eher verwaist. Kaum sind Menschen an den Geräten anzutreffen. Viele Jahrzehnte wurde das Loheck als Holzlagerplatz genutzt. Holz, das aus dem Wald geräumt werden musste, fand dort einen Zwischenlagerplatz. "Die Doppelnutzung von schwerem Gerät und Wanderschuhen hat oft für Unmut gesorgt", erklärte Bürgermeister Erik Weide bei einem jüngsten Treffen mit Mitgliedern des Vereins "Unser Wald". Der Holzstapel galt in der Regel auch als Risikofaktor. Jährlich folgte ein Brief vom TÜV, der die Unbedenklichkeit des Platzes bestätigt wissen wollte. Jetzt wurde der Lagerplatz in Rücksprache und Zusammenarbeit mit der Firma Späth an anderer Stelle errichtet. Künftig beabsichtige die Gemeinde Friesenheim den Freizeitwert auf dem Gelände zu erhöhen. Der Ortschaftsrat von Oberweier mache sich darüber bereits seine Gedanken.

Förster sucht nach einem Holzlagerplatz

Gemeinderätin Charlotte Schubnell regte an: "Ich fände es gut, wenn wir etwas für Kinder machen würden." Über den Holzplatz laufe die Gemarkungsgrenze von Friesenheim und Oberweier. "Der Gemeinderat kann in der Gestaltung des Platzes mit Sicherheit mitreden", erklärte Bürgermeister Erik Weide. Schließlich nutzten nicht nur Oberweierer den Platz. Im Grunde gehe es darum, den Platz generationenübergreifend für Kinder und Erwachsene herzurichten.

Über die Planungen weniger begeistert ist Förster Christian Junele – eine Freigabe des Platzes falle ihm schwer. Das Loheck sei seit vielen Jahren ein wichtiger Lagerplatz für Käferholz. Frei von chemischen Einsätzen zeige sich der Wald. "Der Wald wird nach ökologischen Grundsätzen bewirtschaftet", erklärt Junele. Dies habe der Rat schon vor langer Zeit beschlossen, um den Schutz des Grundwassers zu gewährleisten. Entsprechend zügig müsse von Käfern befallenes Holz aus dem Wald entfernt werden. Bisher wurde es auf dem Platz mit einem bienenfreundlichen Mittel behandelt und gestapelt. Dankbar ist Förster Junele dem Sägewerk Späth, die auch in schlechten Holzzeiten die Gemeinde Friesenheim unterstützt habe und das Holz abgenommen habe. Wenn Platz auf dem Sägeplatz von der Firma Späth war, wurde es auch dort eingelagert. Der Lagerplatz am Loheck entfalle, was jetzt auch mit 1500 bis 5000 Euro zusätzlichen Kosten für den Zwischentransport zu Buche schlage. Im Industriegebiet Nord in Friesenheim befindet sich ein Holzlagerplatz. Noch sei Junele auf der Suche nach einem zusätzlichen Polterholzplatz. Es gehe darum, 1000 Festmeter Holz im Zwischenlager unterzubringen. In der Regel sei die Anlage einer solchen Fläche auch mit teurem Wegebau verbunden, um auf der grünen Wiese einen entsprechenden Lagerplatz mit schwerem Fahrzeug zu erreichen.

5000 Euro für Umgestaltung

Im Haushalt sollen für das Jahr 2023 insgesamt 5000 Euro für Gestaltung des Platzes am Loheck zur Verfügung stehen. Die Arbeitsanweisung im Maßnahmenkatalog lautet: Gestaltung alter Holzplatz, Erweiterung, Gymnastikgeräte/Sitzgarnitur. Im Jahr 2017 erhielt der Holzlagerplatz eine erste Aufwertung mit der Einrichtung des Motorikparks. Die Idee dazu brachte Ortschaftsrat Peter Rottler im Jahr 2014 an den Ratstisch. Die Spendentrommel für die Kosten in Höhe von 35000 Euro wurde gerührt und vom damaligen Ortsvorsteher Richard Haas unterstützt.