Ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungswagen: Alle haben ein blaues Licht. Foto: Jaromir Chalabala/ Shutterstock

Der eigentliche Grund ist historisch bedingt, weiß Udo Zink, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Calw.

Obwohl man (leider) beinahe täglich Sirenen hört und Blaulich sieht, wissen wohl die wenigsten, warum Blaulicht eigentlich blau ist.

Zugegeben, die meisten Leute fragen sich das gar nicht erst. Mich aber hat es vor allem deshalb beschäftigt, weil doch eigentlich Rot als Signalfarbe für den Menschen gilt. Warum dann Blau?

"Viele meinen, dass das Blaulicht blau ist, da es sich von anderen Farben wie Rot, Grün, Gelb oder Weiß besser abhebt. An den Ampeln gibt es ja bekanntlich kein Blau", sagt Udo Zink, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Calw. Doch der eigentliche Grund sei historisch bedingt.

Im Jahre 1938 sollte ein neues Warnlicht für Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen eingeführt werden, erklärt er. Da der Zweite Weltkrieg unmittelbar bevorstand, habe die Vorgabe gelautet, eine Farbe zu finden, die von der Luft aus von feindlichen Bombern möglichst nicht zu erkennen war. "Die Farbe Rot und Weiß erkennt man aus der Luft in mehr als 2000 Metern Höhe. Orange aus 1450 Metern. Die Farbe Grün noch aus noch 800 Metern. Blau streut am besten und ist nur bis zu einer Höhe von 500 Meter zu sehen", sagt Zink. "Somit wurde die Farbe Blau (genauer: Kobaltblau) zur perfekten Signalfarbe auserkoren, und das bis heute."

Übrigens: Geblinkt habe das Blaulicht anfangs noch nicht – erst ab 1956, weiß der Pressesprecher. Gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts habe man von der Rundumleuchte zur Blitzleuchte gewechselt.

Unser heutiger "Klugscheißer" ist Bianca Rousek: