„Von der Quelle bewegt“ erklärt Oberin Dorothea den Weg zur neuen Ausstellung im Kloster Heiligenbronn. Foto: Christoph Ziechaus

Auch knapp 20 Jahre nach dem 150. Jubiläum im Jahr 2007 bewegt die (Gnaden-)Quelle wieder im Kloster in Schramberg-Heiligenbronn.

Mit einer neuen Ausstellung soll die lange Geschichte des Erlebnisraums Kloster mit Stiftung Heiligenbronn für alle Besucher nahbar, erfahrbar und erlebbar werden.

 

Zur Eröffnung der neu konzipierten und gestalteten Ausstellung bei der Kirche St. Gallus in Heiligenbronn begrüßte im Elisabetha-Glöckler-Saal Oberin Dorothea viele Besucher, Förderer und Gestalter der Ausstellung.

Vor zehn Jahren und acht Monaten, am 28. April 2015 habe man das Projekt einer Überarbeitung der historischen Ausstellung beschlossen. Nachdem Leader 2024 das Projekt für eine Förderung als „würdig und fähig“ einstufte, kam Leben in den Neubeginn, freute sich die Oberin. Wie Quellen neue Kraft für den Menschen auslösten, werde die eigene, bewegte Geschichte der Franziskanerinnen in Heiligenbronn lebendig und zugänglich.

Damit zeige sich, dass Geschichte kein abgeschlossenes Kapitel sei und Menschen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten können.

Für die handwerkliche Umsetzung der Konzeption von Arkas Förstner setzten sich die Schreinerei Eßlinger in Wolfach ein oder Naturstein Roth in Sulgen. Archivar Ewald Graf habe über einige Jahre recherchiert und neue Erkenntnisse eingearbeitet.

Lernen und Verstehen

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr lobte die neue Ausstellung als zugänglich für Alle, barrierefrei, inklusiv und in Brailleschrift für Blinde lesbar. Auch der neue Audioguide für Kinder sei in Vorbereitung.

Im David-Fuchs-Zimmer sind wichtige Dokumente ausgestellt. – Hier Ewald Graf (Zweiter von rechts) im Gespräch mit Dekan Rüdiger Kocholl. Foto: Ziechaus

Als Ort des Verstehens und Lernens sei die Ausstellung eine gute Ergänzung für die Museumslandschaft in Schramberg. Sie lasse das kulturelle Erbe lebendig werden, betonte die Geschäftsführerin von Leader, Julia Kiefer, und begründete damit die Förderung.

Viele Quellen genutzt

Tradition und Zukunft gehörten zusammen, dankte Stiftungsvorstand Stefan Guhl der Klostergemeinschaft für unbürokratische Entscheidungen. Man habe Quellen gesucht und Vieles in der Geschichte gefunden.

Von der Kinderliste aus der Kinderrettungsgesellschaft von Gründer David Fuchs bis zu dessen Testament habe man Neues in die Ausstellung aufgenommen, berichtete Ewald Graf aus der Arbeit im Archiv. Er stellte die einheitliche Gestaltung heraus mit dem David-Fuchs-Zimmer und dem Schwesternzimmer. Dazu erzähle der Audioguide aus dem Leben der Schwestern.

Dreidimensionale Inseln

Wie man etwas zeigen und erlebbar machen könne, wollte Innenarchitekt Arkas Förstner auch mit dreidimensionalen Inseln für einige Themen ermöglichen. Die Ausstellung ist zu den täglichen Öffnungszeiten der Kirche zu besichtigen.