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Bei der Übergabe weiterer Millionen für den Bau des Zentralklinikums gab es einen heimlichen Star.

Wenn Manne Lucha nach Balingen kommt, um einen symbolischen Scheck über 9,5 Millionen Euro zu überreichen, ist das natürlich ein großes Ereignis. In der Feierstunde am Zollernalb-Klinikum standen aber nicht nur er, Landrat Günther-Martin Paul oder gar Klinikdirektor Gerhard Hinger im Mittelpunkt, sondern auch noch was anderes.​

 

Eher etwas abseits, auf einem Tisch in der Caféteria des Krankenhauses, wo die Feierstunde am vergangenen Freitag stattgefunden hatte, befand sich nämlich ein Modell aus sage und schreibe 30.000 Legobausteinen des neuen Klinikums, das zwischen Balingen und Dürrwangen gebaut werden soll.

Entstanden ist es in der Spiel-Werkstatt Zollernalb. Das ist ein eingetragener Verein von Erwachsenen um Otmar Erath, die eines miteinander verbindet: Ihre Begeisterung dafür, Objekte aus Lego zu bauen. Die Spiel-Werkstatt veranstaltet Bau- und Spieletage für Kinder ab acht Jahren, arbeitet mit Kirchengemeinden zusammen und kooperiert mit der Volkshochschule Balingen, wenn es darum geht, ein attraktives Angebot für deren Ferienprogramme auf die Beine zu stellen.

16 Wochen sind 200 Stunden Arbeitszeit

Wenn man auf die reinen Zahlen schaut, so entsteht der Eindruck, dass der Nachbau des Zentralklinikums in Relation gesehen fast so aufwendig war, wie es der echte Bau vermutlich sein wird; der Spatenstich fürs neue, auf Kosten von 380 Millionen Euro taxierte Klinikum soll übrigens im Mitte dieses Jahres erfolgen. Allein für die Planung und Materialbeschaffung des Modells waren 60 Stunden erforderlich.

Die Grundsteinlegung ist dann am 10. November 2025 erfolgt.

Und innerhalb von 16 Wochen sind 200 Stunden Arbeitszeit in das Lego-Krankenhaus geflossen, welches das neue Zentralklinikum im Maßstab 1:250 abbildet – Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach inklusive.