Rund 200 Gäste haben am Montagabend im Rathausfoyer die Verleihung des Rheinfelder Klimaschutzpreises verfolgt.
Unter dem Motto „Du und das Klima“ hatten 15 Einzelpersonen und acht Schulklassen ihre Beiträge eingereicht – von Fotografien bis hin zu Kunstobjekten. Neben klassischen Einzelpreisen wurden in diesem Jahr auch Schulklassen und junge Talente als „Youngstars“ ausgezeichnet. „Eigentlich sind alle Arbeiten preiswürdig“, sagte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Entsprechend schwer habe es die Jury gehabt, eine Auswahl zu treffen. Umso erfreulicher: Sämtliche Beiträge sind derzeit im Rathausfoyer ausgestellt.
Zwei erste Plätze bei den Einzelpreisen
In der Kategorie Einzelpreise vergab die Jury zwei erste Plätze sowie einen dritten Platz. Den dritten Platz belegte Dominik Wettstein mit einer Fotografie zum Thema Beschattung.
Zwei erste Preise gingen an die AG Nachhaltigkeit des St. Josefshauses Herten mit Marco Steiner, Stefanie Bläsi und Markus Spies sowie an Sabine Dubowy. Die Gruppe zeigt in ihrer Arbeit, wie Pflanzen selbst unter widrigen Bedingungen ihren Weg durch Beton finden. Ein starkes Bild für das Spannungsfeld zwischen menschlicher Infrastruktur und der Natur. Sabine Dubowy wählte einen anderen Zugang: Ihr Bild mit Zebras spielt pointiert mit der Idee, dass sich durch den Klimawandel Tierarten aus wärmeren Regionen künftig auch bei uns ansiedeln könnten.
Für besonders viel Applaus sorgten die Preisträger in der Kategorie Schulklassen. Den ersten Platz sicherte sich die Klasse 3a der Scheffelschule Herten gemeinsam mit ihrer Lehrerin Pia Priebe. Ausgangspunkt war die Frage: „Was kann ich gegen den Klimawandel tun?“
Grundschulklasse überzeugt mit Fahrrad-Mobile
Die Antwort der Kinder: öfter das Fahrrad nutzen statt das Auto. Daraus entstand ein Mobile aus einer Fahrradfelge, ergänzt durch persönliche ökologische Fußabdrücke und weitere Ideen für mehr Klimaschutz im Alltag. Die Jury lobte die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema und den individuellen Bezug durch die persönlichen Fußabdrücke.
Den zweiten Platz belegte die Lerngruppe 5/6 der Eichendorff-Schule (Lehrerin Maike Straub). In fotografischen Szenen zeigen die Schülerinnen und Schüler ihre Wahrnehmung des Klimawandels: schneearme Winter, trockene Sommer und die Ausbreitung neuer Insektenarten wie der Tigermücke.
Weitere Auszeichnungen und Ausstellung
Zusätzlich prämierte die Jury die Arbeiten von Tabea Hellrigel und David Fuchs. Beide setzen sich künstlerisch mit der globalen Dimension des Klimawandels auseinander. „Die Beiträge zeigen, wie sehr das Thema die Menschen bewegt, gerade auch junge“, sagte Eberhardt zum Abschluss.
Die Ausstellung ist noch bis zum 22. April im Rheinfelder Rathausfoyer zu sehen.
Führungen werden am 30. März, 13. April und 20. April jeweils von 17 bis 18 Uhr angeboten (Anmeldung: klima@rheinfelden-baden.de).