Die Hechinger Regionalgruppe der Genossenschaft Teckwerke steht derzeit mit der Stadtverwaltung in Verhandlung über die Verpachtung von Dächern städtischer Gebäude. Konkret geht es um die Installation von Photovoltaik auf dem Feuerwehrhaus.
Die Stadt Hechingen will bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden. So steht es zumindest im Klimaschutzkonzept der Stadtverwaltung geschrieben. Federführend ausgearbeitet hat dieses Klimaschutzmanager Jürgen Baumer. Für ihn mit der wichtigste Teilbereich auf dem Weg zur Klimaneutralität: der Ausbau erneuerbarer Energien.
„Die Stadtverwaltung möchte da mit gutem Beispiel vorangehen und Bürger zu mehr Klimaschutz motivieren“, betont Baumer im Gespräch mit unserer Redaktion. Keine leeren Worthülsen, wie unsere Redaktion von Daniel Wagner von der Genossenschaft Teckwerke Bürgerenergie erfuhr. Denn: Die Hechinger Regionalgruppe der Teckwerke steht laut Wagners Aussage derzeit in Verhandlungen mit der Stadtverwaltung. Gesprächsinhalt: die Verpachtung von Dächern städtischer Gebäude zur Installation von Photovoltaik-Anlagen.
Verhandlungen über Vertragsgestaltung laufen derzeit
Thomas Jauch, Pressesprecher der Stadt Hechingen, bestätigt auf Nachfrage unserer Redaktion die Verhandlungen. Und er wird bezüglich des Standorts konkret: „Aktuell steht in Gesprächen mit den Teckwerken die Dachfläche des Feuerwehrhauses in der Ermelesstraße im Fokus.“ Derzeit werde über die Vertragsgestaltung verhandelt.
Rolf Ege, Sprecher von der Hechinger Regionalgruppe der Teck-Werke, betont: „Wir stecken mitten in den Verhandlung.“ Details könnten daher nicht genannt werden. Die Regionalgruppe führe prinzipiell die Arbeit der Gemeinschaftsanlagen Hechingen GbR weiter. Daher könne man bereits auf Erfolge blicken: „Ein Vorzeigeprojekt ist beispielsweise die Ausstattung der Realschule mit Photovoltaik-Anlagen“, blickt Ege zurück.
Laut Wagner stehen weitere Gebäude für Photovoltaik-Anlagen zur Diskussion. Das Ziel dabei: die Bürger an diesen Anlagen beteiligen. Denn der Klimaschutz vor Ort solle sich für die Hechinger auch auszahlen. Diese Botschaft hat sich die Hechinger Regionalgruppe der Teckwerke bereits bei der Gründungsveranstaltung auf die Fahne geschrieben.
Technische Voraussetzungen müssen passen
Auch Klimaschutzmanager Jürgen Baumer lobt: „Gerade für Bürger, die selbst nicht die Möglichkeit haben, Photovoltaik-Anlagen zu installieren, bietet sich eine Beteiligung über die Teckwerke an.“ Die Stadt versucht aber auch selbst tätig zu werden. „Grundsätzlich versucht die Stadt Hechingen, geeignete Dachflächen kommunaler Gebäude für die Installation eigener PV-Anlagen zu nutzen“, macht Jauch deutlich. Zuständig für die Verpachtung von städtischen Dachflächen sei das Sachgebiet Liegenschaften und Grundstücke innerhalb des Fachbereichs Zentrale Dienste.
Bei den zur Debatte stehenden Dächern müssen indes gewisse Prüfkriterien erfüllt sein. „Die technischen Voraussetzungen, zum Beispiel die Statik, müssen gewährleistet sein“, erklärt Jauch die Hintergründe. Entscheidend seien auch Merkmale, wie die Größe, Lage, Ausrichtung, Dachneigung und Verschattung der Dachflächen.
Pachteinnahmen für Haushaltsausgleich nicht entscheidend
Dazu profitiert die Stadt von den Pachteinnahmen. Entlasten diese gar den Haushalt? Nicht entscheidend, wie Jauch weiter erklärt. Zum Hintergrund: Die Pachteinnahmen werden in vergleichbaren Fälle umsatzabhängig erhoben.
Die Umwelt profitiert in jedem Falle von den Photovoltaik-Projekten. Das Feuerwehrhaus in der Ermelesstraße soll dabei nur ein kleiner weiterer Baustein sein.