Große Baustelle ist derzeit am Rathaus in Fluorn-Winzeln.Foto: Moosmann Foto: Schwarzwälder Bote

Maßnahmen: Einbau einer neuen Heizung im Rathaus / Kamin wird bis unter das Dach zurückgebaut

Mancher Bürger hat sich wohl darüber gewundert, dass derzeit am Rathaus gearbeitet wird, wurde doch zuerst ein Gerüst aufgebaut, dann fuhren ein großer Mobilkran und ein Hub-Steiger vor.

Fluorn-Winzeln. Eine Nachfrage bei Bürgermeister Bernhard Tjaden brachte Aufklärung. Die Gemeinde will mit dem Einbau einer neuen Heizung einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Vor ein paar Jahren wurde das Rathaus außen gedämmt. Zudem baute man Isolierglasscheiben ein. Bereits dadurch konnten Heizkosten eingespart und der CO2-Ausstoß deutlich gesenkt werden.

Durch den Einbau von Pelletsheizungen in beiden Kindergärten über zehn Jahre hat die Gemeinde bereits am Anfang der Amtszeit von Bürgermeister Tjaden entsprechende Schritte vorgenommen. Seit geraumer Zeit waren Mittel für die Erneuerung der Heizung und insbesondere des alten Heizölkessels des 1957 eingeweihten Rathauses eingeplant. Damals wurde noch mit Koks geheizt.

2018 hatte der Gemeinderat nach entsprechender Erörterung der verschiedenen Energieträger die Weichen für ein kleines Flüssiggasnetz gestellt, das unter anderem auch das benachbarte Gasthaus Krone umfasst und das bereits in Betrieb ist. Der hinter dem Rathaus liegende Flüssiggastank ist jedoch nur als Interimslösung gedacht, bis es gelingt, einen Anschluss an das Erdgasnetz zu erreichen.

Zwischenzeitlich wurde eine Ausschreibung durchgeführt. Als neuer Heizkessel ist ein 300 Gas-Brennwertkessel mit Matrix-Strahlungsbrenner vorgesehen. Dieser hat laut Leistungsverzeichnis extrem niedrige Schadstoff-Emissionen. Erneuert wird auch die Regelungstechnik. Die Kosten für den neuen Brennwertkessel liegen in einer Größenordnung von rund 10 000 Euro netto. Der Auftrag wurde an die Firma H. Maurer vergeben.

Um das Ganze nun ausführen zu können, musste der aus Klinkersteinen gemauerte Kamin bis unter das Dach zurückgebaut werden. In diesen wird nun ein neues Abgassystem aus Kunststoff eingebaut. Durch den Abbau des alten Kaminkopfes und die Erneuerung erspart sich die Gemeinde Sanierungsarbeiten am Kamin, die in absehbarer Zeit auf sie zugekommen wären.