Bei einem Workshop wurden Klima-Ideen für Dornstetten weiter vertieft. Die Arbeitsgruppen entscheiden jetzt, wie es weitergeht.
Mit einem Workshop-Abend knüpfte die Stadt Dornstetten an die Auftaktveranstaltung des Projekts „Klimaschutz in Dornstetten“ im Juli an. An vier Thementischen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Ideen der Bürger vertieft zu diskutieren und eine Umsetzung zu überlegen, wie die Stadtverwaltung berichtet. Es habe sich gezeigt: Das Aufgliedern von Ideen in realisierbare Maßnahmen und konkrete Meilensteine ist bei einem so komplexen Thema wie Klima nicht einfach.
„Was passiert bereits in Dornstetten?“; Treffs zu bestimmten Themen unter dem Motto „Wie funktionieren Dinge (zum Beispiel Carsharing) in der Praxis?“; eine Veranstaltungsmitfahrzentrale nach dem Prinzip „Ich gehe zum Konzert nach X, wer möchte mitfahren?“ sowie eine Sammlung der einfachen Dinge mit dem Titel: „Was tun Menschen daheim für den Klimaschutz?“ (zum Beispiel Solaranlagen) – das waren laut der Mitteilung der Stadt die Ideen, die aus der Auftaktveranstaltung im Juli hervorgegangen waren.
Vier Thementische
An vier Thementischen hatten die Teilnehmer des Abends nun eine Stunde lang die Möglichkeit, drei Leitfragen zu bearbeiten: Wie kann die Idee umgesetzt werden? Was sind die ersten Schritte? Wer macht mit? Dass alle Fragen am Ende des Workshops beantwortet sind – diesen Anspruch hatten Klimaschutzpate Joachim Kumm und auch Bürgermeister Bernhard Haas nicht. Die Ideen seien im Juli als Skizzen entstanden und bräuchten noch mal Raum, um vertieft diskutiert zu werden, so ihr Fazit. Aber man habe jetzt einen Überblick, in welchem Stadium sie sich befinden.
Das Projekt „Klimaschutz in Dornstetten – gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern“ ist eingebettet in das Förderprogramm „KlikKs – Klimaschutz in kleinen Kommunen und Stadtteilen“ des Bundeswirtschaftsministeriums im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Angeführt von den Klimaschutzpaten als Bindeglied zwischen Verwaltung und Bürgern, zielt das Programm unter dem Motto „Klimaschutz trifft Ehrenamt“ darauf ab, lokale Klimaschutzprojekte zu initiieren und die Beteiligung der Bürger zu stärken.
Beim Workshop konnten die Ideengeber vor allem mit Gleichgesinnten vertieft diskutieren und Mitstreiter suchen. In den kommenden Wochen können sie nun entscheiden, ob und wie sie ihre Ideen konkretisieren wollen, heißt es weiter.
Erfahrungswerte aus Horb
„Für die inhaltliche Arbeit sind die ehrenamtlichen Projektteams verantwortlich“, betont Ellen Brede-Lenk, Projektleiterin Stadtentwicklung im Rathaus. Sollten sich Gruppen des Workshops entschließen, ihre Ideen umzusetzen, dürften sie sich dafür der Stadtentwicklung anschließen, wo seit zehn Jahren diverse Bürgerteams aktiv sind. „Von der Stadt gibt es dazu Räume, Kanäle für die Öffentlichkeitsarbeit sowie strukturelle Unterstützung.“
Joachim Kumm stellte in einem Impulsvortrag das Programm „KlikKs“ vor und berichtete aus der Arbeit von anderen Klimaschutzprojekten. Als Gastredner war Horbs Klimaschutzpate Eugen Vorbeck eingeladen, der Erfahrungswerte und Anregungen mitgebracht hatte – unter anderem die Empfehlung, konkrete Angebote zu entwickeln, um Menschen zu interessieren. In den Berichten der beiden Klimaschutzpaten habe sich aber auch gezeigt, so die Stadt: Dass Verwaltungen eine so umfangreiche Unterstützung im Thema liefern wie Dornstetten, sei nicht selbstverständlich.
Wer eine Idee in die Tat umsetzen will, kann sich per E-Mail an klima@dornstetten.de an Joachim Kumm wenden. Gleiches gelte für Menschen, die sich allgemein zum Klimaschutz in Dornstetten einbringen wollen, so die Stadt. Denn das Thema werde in jedem Fall weitergehen.