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Klett-Passage in Stuttgart Polizeiposten probeweise nachts geschlossen

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In der Nacht Streifendienst statt geöffnetem Posten: Darauf setzt die Polizei im kommenden halben Jahr als Konzept für die Klett-Passage. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Der Polizeiposten in der Klett-Passage hat bislang ein Alleinstellungsmerkmal: Er ist der einzige in der Stadt, der rund um die Uhr geöffnet ist. Das soll sich nun ändern. Probeweise werde der Posten vom 1. Oktober bis zum 31. März von 6 bis 20 Uhr besetzt sein, nachts ist er dann aber ­geschlossen. In dem Posten sollen dann auch nur noch zwei statt wie bisher drei Beamte Dienst tun. „Wir wollen den Posten in der Zeit besetzen, in der er gebraucht wird“, sagt der Polizeisprecher Stefan Keilbach. ­Frequentiert werde er vor allem tagsüber, ­solange Pendler unterwegs sind. In den Abendstunden nach 20 Uhr komme kaum noch jemand.

Das ist die eine Erkenntnis, zu der noch eine weitere hinzukam, bevor die Idee für den Modellversuch entstand. Die Zeit der Zwangsschließung, als sich die Sanierung der Lüftungsanlage des Postens über fast ein Dreivierteljahr hinzog, habe gezeigt, dass sich in dieser Zeit die Sicherheitslage in der Klett-Passage nicht verschlechtert habe, ­erläutert Keilbach. In diese Zeit fiel auch der Start der Sicherheitskonzeption Stuttgart (SKS), die einen verstärkten Streifendienst von Landes- und Bundespolizei im Bereich des Bahnhofes, der Klett-Passage und des angrenzenden Bereichs vorsieht. Diese ­erhöhte Präsenz der Polizei soll weiter ­aufrechterhalten werden. „Wir haben ­Signale aus dem Innenministerium, dass wir die Kräfte dafür weiterhin bekommen ­werden“, fügt der Polizeisprecher hinzu.

Während der langen Schließungszeit des Polizeipostens hatte es viel Kritik gehagelt. Die fehlende Anlaufstelle trug dazu bei, dass sich die Passanten in der Passage unsicher fühlten. „Das wissen wir natürlich auch“, räumt Stefan Keilbach ein. Jedoch sei davon vor allem das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger beeinträchtigt gewesen. Die Lage sei dadurch einer internen Auswertung der Polizei zufolge nicht schlechter geworden. Die Besetzung mit drei Beamten lasse ohnehin ein Eingreifen in der Passage nur bedingt zu: Da immer zwei Beamte zusammen ausrücken müssen, blieb einer zurück im Posten. Aus Sicherheitsgründen habe dieser alleine die Passanten dann nur bis in die Schleuse durchlassen können.

Das habe für Auskünfte gereicht. Eine voll funktionsfähige Anlaufstelle sei der Posten in solchen Momenten aber auch nicht mehr gewesen. Durch die Reduzierung der ­Öffnungszeit und die Besetzung mit zwei statt drei Beamten werde auch Personal für den Streifendienst verfügbar: tagsüber je ein Beamter aus den beiden Schichten, nachts drei aus der einen Schicht. Die Steuerung der Streifen und der Beamten, die bei einem Hilferuf eingreifen, sei ohnehin nicht über den Posten gelaufen, fügt Keilbach hinzu. Wenn ein Notruf komme, gehe dieser im Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums in der Hahnemannstraße ein. „Dort weiß man auch immer Bescheid, wo die Streifen sich gerade befinden“, erläutert der Polizeisprecher.

„Auf den ersten Blick nicht so toll“, findet Dirk Seiler, der Geschäftsführer des Bioladens in der Klett-Passage und Sprecher der Händler dort, die Entscheidung der Polizei. Es gelte aber abzuwarten und zu beobachten, wie sich die Lage entwickle: „Ich kenne ja die Statistiken nicht, die dieser Entscheidung zugrunde liegen. Wenn diese gegen eine Öffnung rund um die Uhr sprechen, dann ist das natürlich in Ordnung“, fügt er hinzu. Die verstärkte Bestreifung der Passage wollen die Geschäftsleute hingegen auf keinen Fall missen. „Die nehmen wir auf ­jeden Fall wahr“, sagt der Sprecher der Händler. „Besser ist es natürlich, die Polizei läuft draußen in der Passage rum, als dass sie drin im Polizeiposten sitzen“, fügt Seiler noch hinzu.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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