Der HBW Balingen-Weilstetten empfängt in der 2. Handball-Bundesliga am Ostersonntag (17 Uhr) den abgeschlagenen Tabellenletzten HC Oppenweiler/Backnang.
Nach dem überzeugenden Auswärtserfolg beim TuS Ferndorf am vergangenen Samstag (32:24) steht für die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten direkt das nächste Spiel auf dem Programm. Am Ostersonntag (17 Uhr) empfangen die „Gallier“ den HC Oppenweiler/Backnang in der heimischen Mey Generalbau Arena. Ein Blick auf die aktuelle Formkurve der Balinger zeigt die Ausgangslage recht deutlich. Mit sieben Siegen in Serie hat sich der Tabellenzweite in eine hervorragende Position gebracht und zuletzt nicht nur selbst konstant gepunktet, sondern auch von den Ergebnissen der Konkurrenz profitiert. Während die direkten Verfolger aus Dresden und Potsdam Federn ließen und Tabellenführer Bietigheim nicht über ein Remis hinauskam, konnten die „Gallier“ ihre Stellung im Aufstiegsrennen mit einer Siegesserie weiter festigen.
Volle Kapelle als Vorteil
Ein entscheidender Faktor in dieser Phase ist zudem die personelle Situation. HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr kann aktuell auf einen komplett gesunden Kader zurückgreifen – eine Konstellation, die im bisherigen Saisonverlauf alles andere als selbstverständlich war.
Dadurch ergeben sich nicht nur mehr Optionen im Spiel, sondern auch Vorteile im Hinblick auf Belastungssteuerung und Variabilität. Mit dem HC Oppenweiler/Backnang wartet jedoch ein Gegner, der trotz seiner Tabellensituation nicht unterschätzt werden darf. Der Aufsteiger reist zwar mit 2:48 Punkten als Tabellenletzter an, zeigte zuletzt jedoch aufsteigende Tendenz und präsentierte sich deutlich stabiler.
HBW-Cheftrainer Flohr warnt daher eindringlich: „Oppenweiler war zuletzt sehr nah dran am Punktgewinn gegen Großwallstadt. Sie befinden sich in einer positiven Entwicklung, haben allerdings auch einige Verletzte, die sie mit großem kämpferischem Einsatz kompensieren.“ Vor allem im Rückraum sieht der HBW-Coach die Stärken des Gegners: „Sie verfügen über eine sehr wurfgewaltige Mannschaft mit viel Körperlichkeit. Da müssen wir es schaffen, diese Schützen unter Kontrolle zu bringen.“
Doch nicht nur der Blick auf den Gegner ist entscheidend. Auch im eigenen Spiel sieht Flohr noch Verbesserungspotenzial. „Gegen Ferndorf war unser Angriff phasenweise etwas zu abgehackt. Erst gegen Ende wurde es flüssiger. Daran haben wir gearbeitet, und daran wollen wir anknüpfen“, so der 44-Jährige.
Rollen sind klar verteilt
Schon im Hinspiel bekamen die „Gallier“ zu spüren, dass auch vermeintlich klare Aufgaben ihre Tücken haben können. Beim 39:30-Erfolg hielt der Aufsteiger die Partie über weite Strecken offen, ehe sich der Tabellenzweite im zweiten Durchgang entscheidend absetzen konnte. Die Rollen sind dennoch klar verteilt. „Wir wissen, dass wir zu Hause der Favorit sind und erwarten von uns, dass wir das Spiel von Beginn an dominieren“, stellt Flohr klar und ergänzt: „Dafür müssen wir uns aber genauso präzise vorbereiten wie auf jeden anderen Gegner und mit maximaler Einstellung in die Partie gehen.“
Sieg wäre enorm wichtig
Gelingt dies, dürfte man sich im HBW-Lager am Ende auch über den achten Sieg in Folge freuen. Und wichtig wäre enorm wichtig, denn der Tabellendritte HC Elbflorenz hat nach dem Sieg am Donnerstagabend gegen Ludwigshafen (32:27) den Rückstand auf den HBW auf zwei Punkte verkürzt.