Der frühere Wild-Wings-Coach Niklas Sundblad muss weiter auf eine neue Aufgabe warten. Foto: Eibner

Die Entscheidung bei den Iserlohn Roosters ist in der Trainernachfolge für den vor wenigen Tagen entlassenen Brad Tapper gefallen. Kurt Kleinendorst übernimmt – der frühere Wild-Wings-Coach Niklas Sundblad wird es also nicht. Tapper indes könnte – nach Informationen unserer Zeitung – im Frühjahr in Schwenningen durchaus zu den kommenden Trainer-Kandidaten zählen.

Die Iserlohn Roosters, aktuelles Schlusslicht in der DEL, haben den 61-jährigen Kurt Kleinendorst als neuen Trainer verpflichtet. Der frühere Schwenninger Coach Niklas Sundblad soll in den vergangenen Tagen auch zum größeren Kandidatenkreis in Iserlohn gezählt haben, doch die generelle nordamerikanische Ausrichtung der Roosters-Mannschaft sprach dann viel eher für Kleinendorst. als für den Schweden. Damit ist die Nachfolge für den vor einigen Tagen in Iserlohn entlassenen Brad Tapper geregelt.

Sundblad steht weiter auf Schwenninger Gehaltsliste

Niklas Sundblad steht somit nach seiner Entlassung im November weiterhin auf der Gehaltsliste der Wild Wings. Eine frühzeitige Vertragsauflösung mit einer etwaigen Abfindungsvereinbarung steht im Moment, so nach Auskunft von Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner, nicht an. Sundblad und auch sein damaliger Co-Trainer Gunnar Leidborg haben bei den Wild Wings eigentlich noch Vertrag bis zum Saisonende 2022/23.

Kurt Kleinendorst war in der DEL-Spielzeit 2019/2020 als Headcoach der Thomas Sabo Ice Tigers in Nürnberg tätig und erreichte dort den achten Tabellenplatz, ehe die Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie damals abgebrochen wurde. Im Anschluss daran gab Kleinendorst seinen Posten in Nürnberg aufgrund von privaten Gründen auf.

Kleinendorst soll Roosters aus dem Keller führen

"Kurt Kleinendorst ist ein Trainer, dessen Arbeit bereits seit einigen Jahren bei uns im Fokus ist und wir sind sehr froh, dass wir ihn nun für die Roosters gewinnen konnten. Er kennt die Liga und wir haben von ehemaligen Wegbegleitern durchweg positives Feedback über seine Arbeit erhalten. Er ist ein absoluter Fachmann, der seine Vorstellungen vom Eishockey klar und deutlich durchsetzt", wird Roosters-Clubchef Wolfgang Brück zitiert. Der Verttrag von Kleinendorst wurde in Iserlohn zunächst bis zum Saisonende fixiert.

Noch bis zum 17. Januar in Quarantäne

Die Roosters – aktuell befindet sich der Kader in Corona-Quarantäne – planen nun, dass die bald wieder genesenen Teammitglieder am 17. Januar mit der Rückkehr in den Trainingsbetrieb beziehungsweise der Aufnahme des Return-to-play-Protokolls beginnen können. Die im kommenden Zeitraum angesetzten Spiele der Sauerländer in Wolfsburg am 14. Januar sowie die beiden Heimpartien gegen Augsburg (16. Januar) und Nürnberg (18. Januar) wurden bereits verlegt.

Die Iserlohner zählen auch zu den DEL-Klubs, die sich klar zu einer erneuten Aussetzung der Abstiegsregelung in dieser Saison äußerten.