Die beiden Gebäude an der Dormettinger Straße (vorne) sind schon weg. Das neue Baugebiet erstreckt sich von dort aus bis zum Bauhofgebäude (hinten). Foto: Arabyte

Bürgermeister Hans Joachim Lippus und der Gemeinderat treiben die Entwicklung in Dautmergen kräftig voran. Große Projekte sind die Breitbanderschließung und ein neues Baugebiet an der Dormettinger Straße.

„Bei uns tut sich momentan einiges“, sagt Lippus stolz. Er kann auf mehrere größere Projekte in der kleinen Schlichemtal-Gemeinde verweisen, die entweder in jüngster Zeit abgeschlossen wurden oder derzeit weiter vorangetrieben werden. „Alles in allem“, betont der Schultes, „investieren wir in Dautmergen dafür rund 1,2 Millionen Euro. Ein großer Betrag für eine so kleine Gemeinde.“

Weiter voran geht es mit der Breitbanderschließung in Dautmergen. Derzeit wird am letzten Erschließungsabschnitt gearbeitet. Bis Ende des Jahres sei die ganze Gemeinde ans Breitbandnetz angeschlossen, freut sich Lippus: „Damit sind wir die erste Kommune im Zollernalbkreis überhaupt.“ Im Kirchweg sei zudem für 30 000 Euro die Wasserleitung erneuert werden, parallel zur Verlegung des Breitbands.

Freier Blick von der Dormettinger Straße bis zum Bauhof-Gebäude. Hier entsteht ein innerörtliches Baugebiet.. Foto: Visel

Lippus freut vor allem, dass der neue Funkturm der Telekom seit 16. August in Betrieb sei. „Drei Jahre lang hat uns dieses Vorhaben beschäftigt“, sagt der Bürgermeister und verweist unter anderem auf die umfangreiche Bürgerbeteiligung, nachdem der zunächst geplante Standort auf Kritik gestoßen sei. Seit der Funkturm in Betrieb sei, „haben wir im Telekom-Netz im Rathaus einen vollen Empfang.“ Zudem sei das Unternehmen im Gespräch mit anderen Telekommunikationsanbietern, die den neuen Funkturm ebenfalls nutzen könnten.

Innenentwicklung vor Außenentwicklung

Im Fokus steht laut Lippus derzeit jedoch das neue Baugebiet, das mitten im Dorf von der Dormettinger Straße bis zum Bauhof-Gebäude reichen wird. Nachdem die Gemeinde dort zunächst zwei Grundstücke erwerben konnte, wurden ihr auch die Gebäude Dormettinger Straße 16 und 18 zum Kauf angeboten. Diese zwei Häuser sind schon Geschichte und dem Abrissbagger zum Opfer gefallen. Nun verfügt Dautmergen dort über eine überbaubare Fläche von 3500 Quadratmetern. Das Projekt Dormettinger Straße sei eine Maßnahme im Rahmen des ELR-Förderprogramms mit einem Volumen von 240 000 Euro, das laut Lippus mit 110 000 Euro für den Erwerb, den Abbruch und die Planung bezuschusst wird. Die Gemeinde habe dafür bereits 210 000 Euro ausgegeben.

Planungsbüro erarbeitet Vorschläge

Nun werden in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro erste Vorschläge für die Bebauung des neuen Baugebiets ausgearbeitet. „Das Ganze muss natürlich in die Umgebung passen“, sagt Lippus, wobei eine verdichtetete Bebauung Priorität habe. Vorstellbar seien etwa Mehrfamilienhäuser mit Drei- oder Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen, die natürlich barrierefrei sein sollen. „Solche Wohnungen fehlen in der Gemeinde.“ Entstehen könnten Miet- oder Eigentumswohnungen. Sei die Planung in trockenen Tüchern, gehe es an die Vermarktung mit der Suche nach Investoren beziehungsweise Bauträgern. Mit diesem Gebiet, so Lippus, verfolge die Gemeinde das Ziel „Innenentwicklung vor Außenentwicklung.“ Dabei lässt der Bürgermeister nicht unerwähnt, dass die Gemeinde schon Vorsorge für neue Bauplätze im Außenbereich mit der dritten Erweiterung Ob Gärten getroffen hat. Planungsrechtlich sei das Ganze durch: „Wir haben die Weichen gestellt. Was fehlt sind noch die Detailplanung und die Erschließung.“