Was der eine loshaben will, gefällt dem anderen gut: Schüler des Oberrhein-Gymnasiums machen sich mit ihrer Tauschbörse für die Weiternutzung getragener Kleidung stark.
Auf großes Interesse ist Kleidertauschbörse der Nachhaltigkeits- und Fairtrade-Arbeitsgemeinschaft (AG) des Oberrhein-Gymnasiums Weil am Rhein im Quartierstreff August-Bauer-Straße gestoßen.
Wie es in einem Nachbericht heißt, hatte die AG bereits beim Weihnachtsbasar des Gymnasiums eine schulinterne Kleiderbörse veranstaltet. Dort konnten Schüler und Eltern Kleider abgeben und kostenlos mitnehmen.
Die übrig gebliebenen Kleidungsstücke wurden nun in einer öffentlichen Börse einem größeren Publikum angeboten, außerdem kamen nach einem weiteren Spendenaufruf noch zahlreiche weitere Kleiderspenden von Schülern, Lehrern und Eltern hinzu.
Die Tische, auf denen die Kleider im Quartierstreff auslagen, waren so sehr gut gefüllt.
Viele Besucherinnen wurden fündig
Die vielen Besucher, darunter auch viele junge Leute, wurden dem Bericht zufolge fündig. Parallel dazu boten AG-Mitglieder auch fair gehandelte Produkte sowie frische Waffeln aus fairen Zutaten zum Verkauf an.
Diese Kleiderbörse ist ein gelungenes Beispiel für die generations- und institutionsübergreifende Kooperation im Quartier. Sie wurde logistisch und praktisch von Brigitte Lill, der Leiterin des Quartierstreffs, und ihrem Team, allen voran Andrea Wikmann, unterstützt, heißt es.
Für Ungerechtigkeit im Welthandel sensibilisieren
Die Nachhaltigkeits- und Fairtrade-AG des Oberrhein-Gymnasiums hat sich zum Ziel gesetzt, die am Schulleben Beteiligten für die Ungerechtigkeiten im Welthandel und die kritische Lage der durch menschliche Aktivitäten gefährdeten Natur unseres Planeten zu sensibilisieren.
Da die Kleidungsindustrie eine der umweltschädlichsten Industrien überhaupt ist, ermöglicht eine Börse wie diese Kleidern ein zweites Leben und kann damit dazu beitragen, dass weniger neue Kleidung produziert beziehungsweise alte Kleidung weggeworfen wird. Die jetzt noch übrige Kleidung wird dem Kleiderladen des Deutschen Roten Kreuzes in Lörrach gespendet.