Victor Petroff Miranda ist ein Könner an der Querflöte Foto: Weber

Einen Abend mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart gab es in der gut besuchten Augustiner-Klosterkirche

Das dritte Meisterkonzert der Reihe 2023/24 stand ganz im Zeichen von Mozarts (1756 – 1791), feiert doch die Südwestdeutsche Mozartgesellschaft, künstlerische Trägerin der Konzerte, 50-jähriges Bestehen. Das Kurpfälzische Kammerorchester spielte unter seinem Gastdirigenten Georg Mais. Solisten waren Lea Maria Löffler, (Harfe) und Victor Petroff Miranda (Flöte).

 

Eröffnet wurde das Konzert mit der Sinfonie G-Dur KV 124. Der temperamentvolle Beginn mit seinem dreifachen Dreitonmotiv machte schon den runden Klang und die Ausgewogenheit zwischen Streichern und Bläsern deutlich. Hier waren es ausgeprägte Tremolostellen, welche die Verbindungen zwischen den Teilen schufen. Das Menuetto, welches einen strengen, höfischen Tanz nachempfinden lässt, war durch den Wechsel von forte und piano geprägt. Eine weite Passage war ausschließlich den Streichern vorbehalten.

Lea Maria Löffler schafft betörende Klänge

Mit drei Akkordschlägen des gesamten Orchesters im Forte beginnt das Presto, in dem wieder feine Pizzicato- und Tremolostellen zu hören waren. Schon hier gab es großen Applaus des Publikums.

Das Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur KV 299 beginnt mit einem für Mozart typischem Motiv; zuerst von den Streichern gespielt, wird diese herrliche Melodie von den Bläsern übernommen. Auch die Solisten stellen sich damit vor. Victor Petroff Miranda zeigte auf der Querflöte ausgefeiltes Spiel.

Wenn die Orgel als die Königin der Instrumente bezeichnet wird, so ist die Harfe zumindest deren Prinzessin. Lea Maria Löffler schuf auf ihrem Instrument einen selten zu hörenden feinen, fast betörenden Klang. Wenn Flöte und Harfe, begleitet von den Streichern im Pianissimo musizierten, entstand eine faszinierende Klangfarbe.

Sehr verhaltener Streicherbeginn gibt im Andantino das wunderschöne Thema vor, das die Flöte übernimmt, gefolgt von der Harfe. Es entwickelt sich zusammen mit den Streichern erlesene Kammermusik.

Bezauberndes Zusammenspiel

Den Schlusssatz eröffnet eine fröhliche Melodie der Streicher, die von den Bläsern beantwortet wird. Wieder folgt ein bezauberndes Zusammenspiel von Flöte und Harfe, die dank kluger Führung durch Georg Mais nie vom Orchester überdeckt werden. In diesem Schlusssatz konnte die Harfenistin noch einmal das Publikum bezaubern, ehe das Konzert mit drei wuchtigen Akkordschlägen schloss.

Rauschender, jubelnder Beifall veranlasste Lea Maria Löffler und Victor Petroff Miranda zu einer Zugabe: „Entr’ acte“ von Jacques Ibert (1890 – 1962) verzauberte das einstige Gotteshaus in einen Tempel fast überirdischen Klangs.

Eine weitere Zugabe war das Allegro di molto aus dem Divertimento in B – von W. A. Mozart. Damit endete ein Abend mit klassisch schöner Musik.