„Klassik im Kloster“: In den vergangenen zwei Jahrzehnten begeisterten laut Gründerin Sabine Zoller mehr als 2500 junge Talente und Musiker aus 17 Nationen das Publikum.
Seit 2006 präsentiert „Klassik im Kloster“ zum zweiten Advent musikalische Glanzpunkte mit internationalen Künstlern, Chören und Orchestern.
Untrennbar mit der Konzertserie verbunden ist freilich Gründerin Sabine Zoller. Als Veranstalterin und Moderatorin nimmt sie ihr Publikum mit auf eine stimmungsvolle Reise durch die Welt der Klassiker, bietet dabei talentierten Nachwuchsmusikern eine Bühne und präsentiert zugleich internationale Künstler.
Persönliche Grußworte
„Klassik im Kloster“ hat einen festen Platz im kulturellen Jahreskalender des Schwarzwalds erobert – und die Veranstalterin mit Beständigkeit und Qualität eine unverwechselbare Marke geschaffen. „Klassik im Kloster“ ist ein Konzept, das weit über den musikalischen Genuss hinausreicht: Die Konzertserie verbindet Kunst, gesellschaftliches Engagement und gelebte Solidarität.
Namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wirtschaft und öffentlichem Leben haben sich in den vergangenen Jahren mit persönlichen Grußworten in Schriftform eingebracht und setzten damit ein Zeichen, welchen Stellenwert die Konzertreihe als kultureller Impulsgeber und wirksame Unterstützung für soziale Projekte beweist.
Insgesamt 62 Veranstaltungen
Zudem ist die Konzertserie quasi zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, die Menschen Jahr für Jahr aufs Neue begeistert. So kann Zoller berichten: „Mit diesen Konzerten beginnt für mich die Weihnachtszeit“, habe ein Gast zum Konzert von Lisa Stoll und Fabienne Romer am zweiten Advent erklärt und ergänzt: „Wie schön, dass Sabine Zoller so etwas Jahr für Jahr organisiert und damit so vielen Menschen Freude bereitet.“
Soziale Projekte
Mit insgesamt 62 Veranstaltungen hat das Format nicht nur kulturelle Anschlussfähigkeit gezeigt, sondern zugleich mehr als 100 000 Euro für soziale Projekte gespendet. Daraus ist ein kulturelles Markenzeichen entstanden, das mittlerweile nicht nur von der einheimischen Bevölkerung, sondern auch von zahlreichen auswärtigen Gästen wahrgenommen wird. Zumal die Konzertkarte mit einem Kultur-Bonus verknüpft in ausgewählte Museen in der Region führt.
Vier Stunden Autofahrt auf sich genommen
Die Gründerin freut sich über Aussagen wie: „Mit der professionellen Organisation kann sich nur selten eine Kirche schmücken“ von Gottfried Kirmeier, der für das Konzert „Weihnachtsklänge der Berge“ eigens aus Mühldorf am Inn vier Stunden Autofahrt auf sich genommen hat, um die Ausnahmekünstlerinnen mit Alphorn, Orgel, Gesang und am Flügel zu erleben. Der weit gereiste Besucher betonte: „Wenn ich es genau betrachte, hat Sabine Zoller die Klosterkirche in den letzten 20 Jahren zu einem Markenzeichen guter Musik aus aller Welt gemacht. Kirche ist Musik, und Musik verkörpert das Göttliche.“
Für Edmund Bühner, der aus Waldberg im Naturpark Bayerische Rhön anreiste, waren die Künstlerinnen weit mehr als ein harmonisches und krönendes vorweihnachtliches Ereignis. „Die beiden treffen direkt in die Seele, und das kann nicht jeder Musiker.“
Begeisterte Gäste
Gäste aus Berlin, Stuttgart, Heidelberg, Böblingen, Wildberg, dem Gutachtal und sogar aus Sarnen bei Luzern in der Schweiz zeigten sich vom Programm gleichermaßen begeistert. „Wir werden auf jeden Fall wiederkommen! Die Moderation, die Künstlerinnen und das Ambiente haben uns völlig in den Bann gezogen“, schwärmte Helen Raeder aus Kressbronn, das am Nordufer des Bodensees liegt.
Das aktuelle Konzert beschreibt Sabine Zenker, Bürgermeisterin aus Enzklösterle, als „Klangteppich, der direkt ins Herz trifft“. Auf Facebook bedankt sie sich zudem bei ihrer Namensvetterin dafür, dass sie „uns seit zwei Jahrzehnten solche besonderen Momente schenkt“.
Musikalischer Bogen
Klangerlebnis
Schon am Samstag verzauberten Orchester 1 und der Philharmonische Chor des Helmholtz-Gymnasiums Karlsruhe das Publikum zum 16. Mal in Herrenalb. Mit einem musikalischen Bogen von Antonín Dvořáks 3. Satz der Sinfonie Nr. 8 über moderne Werke wie „Mary Did You Know“ bis zu Karl Jenkins’ „Allegretto aus Palladio“ sowie der „Sinfonia“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel und den Arien der jungen Mezzosopranistin Nuria Bauer aus der zwölften Klasse des Helmholtz-Gymnasiums war der Kirchenraum von einem besonderen Klangerlebnis erfüllt. Orchester und Chor führten unter der Leitung von Doris Dotzauer und Manuel Nonnenmann mit dem festlichen „Halleluja“ von Händel zu einem grandiosen Finale mit nahezu 100 Mitwirkenden. Das Werk sorgte für Gänsehaut und eine eindrucksvolle Einstimmung auf die Adventszeit.