Frank Bonath (Zweiter von rechts) trifft in Mitglieder des Gemeinderats und Bürgermeister Michael Schmitt. Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeindebesuch: Frank Bonath informiert sich / Neuausweisungen nicht dringend

Brigachtal. Der Abriss der Brigachtaler Mühlenbrücke verschiebt sich auf das kommende Jahr, dies ließ Bürgermeister Michael Schmitt während der Stippvisite des Landtagsabgeordneten Frank Bonath (FDP) wissen.

Weitere Abstimmungsprobleme mit der Deutschen Bahn führen zu Verzögerungen, plangemäß hätte die Brücke im Herbst fallen sollen. Gegenüber Bonath verwies Schmitt auf die derzeit durchaus bemerkenswerte Bautätigkeit in der Gemeinde, das kleine Neubaugebiet Grüble etwa könne sicher auf einen Schlag vergeben werden.

Der Doppelstädter und gebürtige Unterkirnacher Frank Bonath kam über das Zweitmandat in den Landtag und tourt momentan durch die heimischen Kommunen und Gemeinden, derzeit befinde er sich noch in der Lernphase und müsse das politische Pflaster der Landeshauptstadt weiter kennenlernen.

Seitens des Gemeinderats kamen Josef Vogt (Pro Brigachtal), Thomas Huber (Unabhängige Bürger), Brita Krebs (Bürgerinitiative Brigachtal) und Theobald Effinger (CDU) ins Rathaus, die Räte fühlten vor. "Herr Bonath, wie stehen Sie zum Bundeswehrvorhaben im Weißwald?", wollte Huber wissen. Theobald Effinger thematisierte die momentan wieder knappe Unterstützung der Vereine. Josef Vogt wünscht sich mehr Geld für die Straßenunterhaltung, Brita Krebs ein zeitnahes Ende der Sandlaufbahn im Brigachtaler Höhenstadion.

Zu den Bundeswehrplänen hat Frank Bonath einen recht klaren Standpunkt, Neuausweisungen von Übungsplätzen seien nicht dringlicher Natur: "Wir haben insgesamt genügend Flächen und kommen vielleicht auch einmal mit weniger Militär aus. Ein Übungsplatz im Weißwald muss nicht sein." Bonath redet dem Einfamilienhauskonzept das Wort und sieht sogar coronabedingte Chancen für die Region, man könne schon von einer noch länger eingeschränkten Reisetätigkeit ausgehen. "Bei allen Finanzierungswünschen darf nicht unerwähnt bleiben, dass wir wegen Corona rund 13 Milliarden Euro zusätzlich ausgegeben haben. Wir können unsere Kinder und Kindeskinder nicht über das Maß belasten", so der Familienvater.

Weitere aktuelle kommunale Aspekte im Zuge des Treffens mit Frank Bonath: Im Brigachtaler Steinbruch darf kein Material mehr abgebaut werden, Zug um Zug macht man sich jetzt an die Rekultivierung.

Der Leitungsbau Richtung Bad Dürrheim ist vergeben, durch den Verbund soll in Brigachtal sowie in der Kur- und Bäderstadt weicheres Wasser aus den Hähnen fließen. Zum Thema Kreuzäcker gibt es, zumindest laut Schmitt, nichts Neues. Die momentan erfreuliche Geburtenrate im Ort kommentierte das Gemeindeoberhaupt mit den Worten: "Ja, der Storch fühlt sich in Brigachtal wohl."

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