In der evangelischen Kirchengemeinde Friesenheim wurde die neu gewählten Kirchenältesten für die kommenden sechs Jahre in ihr Amt eingeführt.
In der evangelischen Kirchengemeinde übernehmen acht Kirchenälteste, Verantwortung in der Gemeindeleitung. Sie erhielten bei der Wahl nahezu alle die gleiche Anzahl der Stimmen.
Dekan Rainer Becker ist in seiner Predigt auf das aktuelle Zeitgeschehen eingegangen und betonte: „In einer Welt, die immer undurchsichtiger und komplizierter wird, in der Fakten alternativen Fakten gegenübergestellt werden, in der scheinbar Ja und Nein zugleich gelten, gilt es für uns als Kirche klarer Position zu beziehen, deutlich zu machen, wofür wir als Christen stehen.“ Es gelte sich einzumischen, nicht wegzuschauen und es gelte, einen klaren Fokus auf das Leben zu richten.
Im Miteinander sei die Kirchengemeinde unterwegs. Eine Gemeinde sei lebendig, wenn ihre Glieder auf vielfältige Weise daran mitwirkten, Gottes Wort und seine Liebe weiterzutragen.
Zuversicht, dass vakante Stelle des Pfarrers bis September besetzt ist
Dazu gehöre auch die Aufgabe, die Gemeinde zu leiten. Dank galt dabei nicht nur den Kandidaten, sondern auch all jenen die sich an der Wahl beteiligt haben sowie dem Wahlausschuss. Schließlich galt es Wählerlisten zu erstellen, das Wählerverzeichnis zu prüfen und zu ergänzen, die Durchführung der Wahl, die Auszählung der Stimmen am Wahltag und vieles mehr. Dank galt insbesondere Gerd Michaelis, Harald Killius, Peter Wieber, Rainer Janus, Sabine Michaelis und Inge Kiefer. Während Rosemarie Kienzler, Christiane Müller, Petra Schillinger, Martin Wieber und Michael Wingert wiederholt kandidiert haben, wurden Konstanze Heinrich und Lea Heiermann neu in den Kirchengemeinderat gewählt.
Martin Zimmer wurde im vergangenen Jahr in sein Amt berufen und in diesem Jahr ebenfalls erstmals von den Gemeindegliedern gewählt. Dekan Becker hat die Kirchenältesten berufen und ihnen die Bitte auferlegt: „Achtet das evangelische Bekenntnis und die Ordnung unserer Kirche. Geht gewissenhaft mit dem Geld und Gut der Gemeinde um.“
Zusammenarbeit im Kooperationsraum funktioniere gut
Im Anschluss an den Festgottesdienst war die Kirchengemeinde zum Empfang ins Gemeindehaus eingeladen. Die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Rosemarie Kienzler nahm Bezug auf ein Jahr das geprägt war von Vakanz, sich auf neue Wege begeben, Lücken aushalten, stolpern, improvisieren, aber auch von Freude und Staunen über das, was der Kirchengemeinderat geschafft habe. Das Gremium wurde unterstützt und spüre auch die Gemeinschaft des Kooperationsraum mit Diersburg, der die Kirchenältesten gemeinsam für beide Kirchengemeinden gestalten lasse.
Jeder einzelne bringe sich mit seinem Talent in die Gemeinde ein. „Das sind wirklich gute Aussichten für eine neue Runde im Kirchengemeinderat“, so Kienzler. Zuversichtlich geben sich Dekan Becker und Kienzler, dass die vakante Stelle des Pfarrers in der Gemeinde, bis zum September 2026 besetzt sein wird.
Das Wirken der Kirche auch in der politischen Gemeinde hebt Charlotte Schubnell, erste stellvertretende Bürgermeisterin, hervor. Sie wünschte dem Kirchengemeinderat alles Gute und drückte auch ihre Freude darüber aus, dass sich junge Menschen für das Amt begeistern lassen. Martina Hamm kam in Vertretung der Katholischen Kirchengemeinde Friesenheim, die ab dem 1. Januar 2026 zur neuen großen Kirchengemeinde „Südliche Ortenau“ zählen wird. Ihr Anliegen ist weiterhin, die Ökumene gemeinsam zu gestalten und lebendig zu halten.
2600 Mitglieder
Die Evangelische Kirchengemeinde Friesenheim hat 2600 Gemeindeglieder. Acht Kirchenälteste wurden für die kommenden sechs Jahre gewählt. 137 Gemeindemitglieder sind zur Wahl gegangen.