Von der Großbaustelle für das Regenüberlaufbecken, die den Verkehrsfluss auf der benachbarten Bundesstraße in den vergangenen Jahren massiv beeinflusste, ist nur noch wenig zu sehen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Die Verbandskläranlage und periphere Bestandteile waren erneut Thema in der ersten Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Raumschaft Triberg im laufenden Jahr. Vor allem das Regenüberlaufbecken (RÜB) wurde näher beleuchtet.

Nur noch wenige Details erinnern an die Großbaustelle der vergangenen Jahre an der Bundesstraße 33. Die Decke über dem Becken konnte noch vor Weihnachten 2023 fertiggestellt werden, die Maschinentechnik sei komplett verbaut.

 

Derzeit erfolge die Elektroinstallation im Technikgebäude und von dort die Anbindung an die Kläranlage, dazu gebe es Optimierungen der Prozessleittechnik, die aber in Abstimmung mit der Aufschaltung der Regenüberlaufbecken in Schonach und Schönwald erfolgen.

Fristverlängerung erneut beantragt

Erneut musste eine Fristverlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis beantragt werden – nicht alle Schlussrechnungen lägen bis 30. Juni mit dem geforderten Schlussverwendungsnachweis vor. Zudem könne die Dichtigkeit des Bypasskanals erst dann überprüft werden, wenn Abwasser durch das Regenüberlaufbecken (RÜB) erfolge. Auch wolle man Becken und verbaute Technik vor der Inbetriebnahme ausgiebig testen. Dann müsse auch die in der Auflage festgesetzte Drosselung der Zulaufmessung von 180 auf 120 Sekundenliter erfolgen.

Die Zuschüsse seien weitgehend abgerufen, das Gesamtvolumen werde bei mehr als vier Millionen Euro liegen, etwa 2,4 Millionen Euro flossen dabei als Zuschüsse. Es gebe noch kleinere Arbeiten – so werde noch das Gelände modelliert und am Ende der Geh- und Radweg neu asphaltiert. Die wichtigste Nachricht vom Verbandsvorsitzenden Gallus Strobel: „Wir liegen weiterhin im Kostenrahmen.“

Verwaltung stimmt zu

Zur Einbindung der Regenüberlaufbecken Schönwald, Schonach und Triberg in die Automatisierung muss aber das Prozessleitsystem der Kläranlage ertüchtigt werden. Die aktuell installierte Version verfüge nicht über eine ausreichende Menge an Datenpunkten für sieben zusätzliche Außenstationen. Das Update auf die erforderliche Version benötige aber zusätzlich einen Sicherheitsserver, da einer der vorhandenen aus dem Jahr 2012 stamme und mit der neuen Software nicht mehr kompatibel sei. Die Softwaredienstleistung der gesamten Anlage laufe über das Hornberger Unternehmen Schiele AUH, das durch die SAG-Ingenieure aufgefordert wurde, auch für die erforderliche Hard- und Software für das Update ein Angebot abzugeben.

Nach Rücksprache mit den beratenden SAG-Ingenieuren schlug die Verwaltung vor, dem Angebot des Unternehmens Schiele AUH in Höhe von 43 270 Euro zuzustimmen – was auch ohne Diskussion einstimmig erfolgte.