Derzeit wird am neuen Faulturm der Schramberger Kläranlage am Rappenfelsen der Treppenturm aufgebaut. Foto: Riesterer

Freude bei der Verwaltung: Zwischen den Jahren sind Stahlelemente geliefert worden – der Bau des neuen Faulturms, der zwangsweise geruht hatte, kann nun weitergehen.

Schramberg - In der Wirtschaft machen sich die Corona-Pandemie oder der Bauboom vielerorts als Lieferverzögerungen bemerkbar. Dass die Wartezeiten für Neuwagen an jene des DDR-Trabis erinnern, ist nur ein Beispiel. Beides – corona-bedingte Verzögerungen durch Personalausfall bei Zulieferern und Herstellern sowie Materialbeschaffungsprobleme wegen des weltweiten Baubooms – waren Gründe, warum beim neuen Faulturm der Kläranlage Schramberg/Hardt/Lauterbach am Rappenfelsen einige Zeit gar nichts mehr ging.

Im April 2021, zum Vor-Ort-Termin mit den jeweiligen Rathauschefs, liefen die Arbeiten (Gesamtkosten: 2,6 Millionen Euro) noch – zur Montage des Treppenturms, die für Juli angedacht war, kam es schon nicht mehr. Bis jetzt: Laut Tiefbauleiter Konrad Ginter dauert das Anbringen der Treppe bis vermutlich Ende kommender Woche.

Weiter geht’s mit Betriebsgebäude

Direkt im Anschluss danach, informiert die städtische Pressestelle, folge das Betriebsgebäude, das direkt neben dem Treppenturm platziert ist. "Die Stahlteile wurden am Montag angeliefert." Dafür wird zuerst ein Betonsockel "als Aufkantung und Anschluss der Wärmedämmung und Fassade" erstellt. Dann wird die Wärmedämmung angebracht und die Trapezblechverkleidung an Treppenturm und Betriebsgebäude, in diesem wird zudem Estrich verlegt. Zuletzt werden die hydraulischen Aggregate und Rohrleitungen sowie die elektrotechnischen Anlagen geliefert und eingebaut. "Das Einfahren, die Einstellung der Anlage und Inbetriebnahme erfolgen voraussichtlich im Sommer."

Die Fertigstellung hätte sich damit ungefähr um eine Jahr verzögert. Zudem: "Die Ausschreibung der Gründungs- und Betonarbeiten hatte 2019 kein annehmbares Ergebnis erbracht. Dadurch musste die Ausschreibung ein zweites Mal durchgeführt werden." Auf den laufenden Betrieb, so die Betonung, hatte das keinen Einfluss, weil der bisherige Faulturm noch in Betrieb sein kann.