Ausfälle und hohe Wartungskosten erzwingen den Austausch des BHKW in Hammerstein. Kritik gibt es an den Planungskosten.
Das bestehende Blockheizkraftwerk (BHKW) der Kläranlage Hammerstein wird aufgrund seines Alters und zunehmender technischer Probleme ersetzt. In den vergangenen Jahren kam es vermehrt zu störfallbedingten Ausfällen – der daraus resultierende Wartungsaufwand war laut Beschlussvorlage „nicht mehr im wirtschaftlichen Rahmen“.
Austausch wird vom Landratsamt gefordert
Ein Austausch ist laut Tiefbauleiter Dominik Heizmann unabdingbar. Eine Stilllegung sei nach Maßgabe des Landratsamts nicht möglich, weil das vor Ort entstehende Gas auch vor Ort wiederverwertet werden müsse. Auf Nachfrage im Ausschuss wurde von Heizmann bestätigt, dass sich die Investition durch die Energiegewinnung zumindest teilweise amortisiere.
Für die Planung und Umsetzung wurde ein Fachplaner beauftragt, der die Kosten für die Maßnahme kalkuliert hat. Insgesamt wird derzeit mit Projektkosten von rund 280.000 Euro brutto gerechnet.
Nur ein Unternehmen gab ein Angebot ab
Weil der Markt für diese besondere Aufgabe begrenzt ist, wurden lediglich drei Unternehmen zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Letztendlich gab nur die Firma Höfler aus Berghülen im Alb-Donau-Kreis ein Angebot ab. Das Angebot beläuft sich auf rund 187.000 Euro brutto und liegt damit im vorgesehenen Kostenrahmen. Dazu kommen zu erwartende Wartungskosten in Höhe von etwa 15.000 Euro, auf vier Jahre gesehen. Erforderliche Mittel in Höhe von 300.000 Euro wurden bereits im Haushalt 2024 eingeplant.
Nach fachlicher Prüfung wurde die Vergabe an die Firma Höfler Blockheizkraftwerke empfohlen und vom Technischen Ausschuss einstimmig beschlossen. Allerdings wurde im Ausschuss der hohe Anteil der Planungskosten von fast 100.000 Euro kritisiert. Markus Maier (Freie Wähler) sagte: Da wurde viel Geld zum Fenster rausgeschmissen.“