Ortsvorsteher Martin Strassacker (von links), stellvertretende Kita-Leiterin Judith Schwarz und Abteilungsleiterin Ute Morof freuen sich über den optimistischen Ausblick. Foto: Rainer Bombardi

Die Erweiterung der Kindertagesstätte in Pfaffenweiler ist unausweichlich.

Projektverantwortlicher Planer Markus Goike und Martin Kimmich vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau präsentierten das weitere Vorgehen und stellten im Ortschaftsrat die Planungen für die viergruppige Einrichtung vor. Ausgegangen wird von einem Anbau an das bestehende Gebäude.

 

Die im Vorfeld in enger Abstimmung mit Ute Morof vom Amt für Kindertageseinrichtungen (KTE) und dem Leitungsteam der Einrichtung diskutierten Anforderungen an das zukünftige Raumprogramm und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen für die Kindertagesstätte bezog Goike in seine Planungen ein.

Das weitere Vorgehen

In einem ersten Bauabschnitt sah er die Erweiterung und in einem weiteren die Sanierung vor – zudem sollen mindestens 60 Prozent der erweiterten Dachfläche mit Photovoltaikanlagen belegt werden. Ziel ist der Erhalt einer Betriebserlaubnis. Im Anschluss wird abgeklärt, in welchem Umfang die Baumaßnahmen förderberechtigt sind. Schließlich zeigt die Kostenberechnung für die Gesamtmaßnahme auf, ob die für das nächste Jahr eingestellten Mittel ausreichen. „Eine weitere Erweiterung der Einrichtung ist auf vorhandener Fläche noch möglich, ohne das Gebäude aufstocken zu müssen“, antwortete Ortsvorsteher Martin Strassacker bezüglich weiterer Erweiterungsmöglichkeiten. Laut Ute Morof soll der Betrieb während der gesamten Baumaßnahme so weit wie möglich weiterlaufen. Eventuell erforderliche Auslagerungen von Gruppen in ein anderes Gebäude müssten ein Ausnahmefall bleiben.

Der Personalschlüssel ist aktuell zu 100 Prozent gedeckt. Bezüglich der Unruhe aufgrund einer prognostizierten Abnahme des Ortes um rund 500 Einwohner bis 2040 verwies Morof auf aktuelle statistische Berechnungen, die die Baumaßnahme nicht tangierten.

Krankheit lähmt Betrieb

Die stellvertretende Kindergartenleiterin Judith Schwarz reagierte auf den von mehreren Ortschaftsräten vorgebrachten Unmut über die bisherigen 13 Tage mit Notbetrieb in der Einrichtung und verwies auf Krankheitswellen, vor denen auch das Kindergartenpersonal nicht gefeit sei. „Wir tun was wir können, setzen auch sogenannte ’Springer’ ein, falls sie verfügbar sind.“

So sehen die Pläne aus

Die sanierte und erweiterte Kindertagesstätte Pfaffenweiler sieht in der Erweiterung neben einem Intensivraum, einem Schlafraum für die Kleinkindgruppe vor allem diverse Besprechungsräume für Gespräche mit Eltern, einen Personalraum, ein Büro für die Leitung der Einrichtung, eine komplett funktionsfähige Mensa, Sanitärräume und Lagermöglichkeiten vor.

Sanierungsbedarf im bestehenden Gebäude der Kita Pfaffenweiler besteht unter anderem hinsichtlich der Außenanlagen, Schallschutz, Türen und Fenster, Garderoben, Netzwerktechnik oder des Austauschs der Bodenbeläge.