In vielen Kitas in VS können die Öffnungszeiten nicht eingehalten werden. Foto: dpa/Uwe Anspach

Eltern sind besorgt über die verkürzten Öffnungszeiten in der Ganztagsbetreuung. Dies wurde in der Sitzung des Gesamtelternbeirats der Kitas offenkundig.

Vorsitzender Srdjan Zivkovic hieß die Elternvertreter aus zahlreichen Kindertagesstätten der Stadt willkommen.

 

Auch Vertreter der Stadtverwaltung, darunter Christian Maurer, Amtsleiter des Amtes für Kindertageseinrichtungen, sowie Ute Morof, waren anwesend und stellten sich den Fragen der Eltern. Christian Maurer stellte das neu geschaffene Amt für Kindertageseinrichtungen vor, das die Betreuung in Villingen-Schwenningen koordiniert.

„Die Fragerunde zeigte, dass die Eltern besonders besorgt über die verkürzten Öffnungszeiten in der Ganztagsbetreuung aufgrund von Personalmangel und Krankheitsausfällen sind. Diese Problematik betrifft sehr viele Kindertagesstätten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

40 Bewerbungen

Maurer konnte die Eltern etwas beruhigen, heißt es weiter, indem er mitteilte, dass derzeit etwa 40 Bewerbungen von qualifizierten Erzieherinnen vorliegen. Dank der flachen Verwaltungsstrukturen könne neues Personal zügig eingestellt werden.

Dennoch betonten die Eltern, dass der Prozess für viele zu langsam verläuft, da die verkürzten Betreuungszeiten existenzielle Probleme verursachen. Besonders der Mittelstand sehe sich durch diese Situation bedroht, da Arbeitgeber zunehmend weniger Verständnis für die eingeschränkten Arbeitszeiten ihrer Angestellten zeigen.

Michael Osburg, der Vize-Vorsitzende des GEB, lobte den erkennbaren Willen der Stadt zur Verbesserung der Situation. Er forderte jedoch die Einrichtung einer Task Force, die flexibel auf Personalausfälle reagiert und in den betroffenen Kitas aushilft. Besonders erfreut zeigte sich Osburg über die Anwendung des bereits in Kraft getretenen Erprobungsparagrafen, der es Trägern von Kindertageseinrichtungen ermöglicht, innovative Lösungen zu entwickeln und zu erproben, die den Bedürfnissen der Kinder, Eltern und des Kita-Personals gerecht werden, teilt der GEB weiter mit.

Maurer: Geduld haben

Die Eltern begrüßten die verschiedenen Initiativen, drängten jedoch auf eine schnelle Umsetzung. Maurer erkannte an, dass derzeit knapp 500 Kita-Plätze fehlen, lobte aber die intensiven Bemühungen, neue Plätze zu schaffen. Er appellierte an die Eltern, Geduld zu haben, wenn Kitas an Fortbildungstagen geschlossen sind, da diese Maßnahmen entscheidend für die langfristige Qualitätssteigerung sind.

Fragen an Fraktionen

Im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen am 9. Juni hat der GEB einen Fragekatalog an alle Fraktionen in Villingen-Schwenningen gesendet. Erfreulicherweise hätten alle Fraktionen geantwortet, und die Antworten seien auf der Homepage des GEB unter www.geb-vs.de nachzulesen. Der GEB gebe keine Wahlempfehlung, möchte aber den Eltern ermöglichen, sich ein eigenes Bild davon zu machen, welche Partei ihre Interessen am besten vertritt.

„Das Fazit der fast dreistündigen Sitzung lautete: Zufrieden ist anders, aber wir sind auf einem guten Weg“, so der GEB.