Auch Karottensuppe soll es vom neuen Anbieter für das Balinger Kita-Essen geben. Foto: dpa/Marijan Murat

Die „Vorspeise“ vorweg: Die Eltern müssen erst einmal nicht mehr bezahlen für das Essen in der Kita. Wohl aber die Stadt: Die Verpflegung für die Kids wird neu ausgeschrieben. 24 000 Euro soll die Bio-Kost mehr kosten.

Paniertes Dino-Schnitzel mit Kartoffelecken, Gemüse-Nuggets mit Frischkäse-Dip, Obstsalat oder Bio-Spaghetti mit Tomatensoße: Alls das könnte ab September auf dem Speiseplan der jüngsten Balinger stehen, wenn der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag, 4. Juni, der Neuvergabe der Essenslieferung an den „Mobilen Mittagstisch Hoss“ zustimmt.

 

Pro Mahlzeit schlägt dies mit 4,60 Euro zu Buche – 1 Euro mehr, als bislang. Gute Nachricht für die Eltern: Die Verwaltung will die Mehrkosten vorerst übernehmen. Das bedeutet, sollten die Räte zustimmen, dass 24 000 Euro aus dem Stadtsäckel fällig werden.

Nur ein Bewerber hat sich gemeldet

Zum Hintergrund: Werden Kinder ganztags betreut, muss der Träger, in diesem Fall die Stadt, für Verpflegung sorgen. In 11 von 12 städtischen Kitas wird derzeit Mittagessen angeboten; der bisherige Vertrag läuft Ende Juli aus, gemäß Richtlinien muss der Auftrag europaweit ausgeschrieben werden. Beworben hat sich einzig und allein die Firma Hoss mit Sitz in Endingen.

Voraussetzung für die Vergabe ist, dass es Bioprodukte auf der Speisekarte gibt und möglichst wenig Convenience-Produkte. Außerdem soll das Essen täglich frisch zubereitet werden. Derzeit kostet das warme Mittagessen die Eltern 58 Euro im Monat.

Beraten wurde die Stadt Balingen vom Landeszentrum für Ernährung. Außerdem gab es für die Vertreter der Verwaltung ein Probeessen.

Im Herbst werden die Preise neu kalkuliert

Seitens des künftigen Lieferanten Hoss heißt es, dass die Mahlzeiten den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entsprächen. „Wir verwenden ausschließlich frische Zutaten wie bunte Früchte, knackiges Gemüse und hochwertige Proteinquellen und verzichten dabei konsequent auf Industriezucker und Industriesalze“, steht unter dem Probe-Speiseplan, der dem Gemeinderat vorgelegt wird. Gewürzt werde mit Birkenzucker und Himalayasalz.

Sollte das Gremium der Beschlussvorlage zustimmen, wird nach Unterschrift des Liefervertrags im Herbst erneut beraten. Dann geht es um die Neukalkulation der Essenspreise.