Die Verkehrssituation an der Kita Spatzennest soll übersichtlicher werden. Ampel und Zebrastreifen sind technisch nicht machbar. Nun stehen Halteverbot, Bring- und Holzone im Fokus.
Die Eltern setzen sich dafür ein, die Verkehrssituation rund um die Kita Spatzennest in Steinhofen zu verbessern. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern des Landratsamts im März hatten sie ihre Ideen eingebracht. Diese waren: Einrichtung einer Ampelanlage, eines Fußgängerüberwegs, eines Halteverbots und einer Hol- und Bringzone, berichtet die Pressestelle des Landratsamts auf Anfrage.
Weiter heißt es: „Vor Ort konnte mit allen Beteiligten der Verkehrsschau festgestellt werden, dass für die Einrichtung einer Ampelanlage oder eines Fußgängerüberwegs die technisch notwendigen Aufstellflächen und Sichtweiten nicht hergestellt werden können.“ Auch für Parkbuchten und zusätzliche Parkplätze fehlten demnach die notwendigen Flächen.
Überwachung wird intensiviert
„Mögliche Verbesserungen durch Halteverbote oder nahe gelegene Hol- und Bringzonen sind denkbar, müssen aber noch final innerhalb der Gemeinde besprochen werden. Insoweit kann die Kreisverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiteren Angaben machen“, heißt es auf Anfrage weiter.
Da die Verkehrssituation „unbefriedigend“ sei, sei es allen Beteiligten wichtig, hier „einen gangbaren Weg“ zu finden. Deshalb stünden die verantwortlichen Stellen auch weiterhin im engen Austausch.
Mobile Geschwindigkeitsüberwachung „werden intensiviert“
Weiterhin brachten die Eltern nach der Verkehrsschau einen stationären Blitzer auf Höhe der Kita ins Gespräch. Wie das Landratsamt auf Anfrage dazu erklärt, werden an dieser Stelle regelmäßig mobile Blitzer eingesetzt. Diese mobilen Geschwindigkeitsüberwachungen „werden intensiviert“.
Die Überwachung des Tempos mit einem stationären Blitzer sei auf Höhe des Kindergartens aus technischen Gründen nicht realisierbar. Wie das Landratsamt auf Anfrage berichtet, sei der Bau eines stationären Blitzers bei der Verkehrsschau vor Ort nicht als mögliche Maßnahme vorgeschlagen worden, weshalb darauf vor Ort nicht eingegangen worden war.
Es kommt auf den Winkel an
Aus der Ferne könne das Landratsamt prognostizieren, dass eine stationäre Anlage voraussichtlich nicht möglich sein werde. „Vor dem Kindergarten gibt es aktuell keinen Standort, der aus Sicht des Landratsamts für eine Messstelle geeignet wäre. Unsere eingesetzten Messsysteme an stationären Anlagen arbeiten mit einem Laserscanner, der in einem Winkel von 50 Grad Fahrzeuge ab einer Entfernung von 70 Metern erfasst. Durch insbesondere den Kurvenbereich und weitere Faktoren wie Straßenlaternen, Sträucher und Bäume und parkende Autos wäre der Messbetrieb dauerhaft gestört“, heißt es begründend.
Eine Ausweitung der Geschwindigkeitsreduzierung sei laut Landratsamt eine mögliche Maßnahme im Zuge der Fortschreibung des Lärmaktionsplanes, der derzeit von der Gemeinde Bisingen aufgestellt werde.
Angespannte Situation noch verschärft
Verkehr
Die Situation rund um die Kita Spatzennest ist schon seit längerer Zeit bekannt. Dass aktuell eine Umleitung besteht, die den gesamten Verkehr an der Einrichtung vorbeiführt, verschärft die ohnehin unübersichtliche Situation. „Die Verkehrssituation im genannten Bereich ist sowohl mit als auch ohne ausgeschilderte Umleitungsstrecke angespannt“, teilt die Gemeinde Bisingen dazu auf Anfrage unserer Redaktion mit.