Die Leiterin der Binsdorfer Kindertagesstätte Regenbogen hat dem Ortschaftsrat Bericht erstattet. Wartelisten gibt es derzeit noch nicht.
Für Familien in Binsdorf mit kleinen Kindern gab es im Ortschaftsrat gute Nachrichten: „Wir können allen interessierten Eltern einen Krippenplatz anbieten“, informierte Nora Letsch.
Die Kita-Leiterin war zusammen mit ihrem ganzen Team in die Sitzung gekommen. Sie wollte einen Einblick in die Arbeit geben.
So erfuhren die Ortschaftsräte beispielsweise, dass im Ü3-Bereich zwar volle Belegung herrscht, derzeit aber auch dort keine Wartelisten bestehen. In den kommenden zwei Jahren lässt aber der Corona-Jahrgang die Einrichtung voraussichtlich wieder an ihre Kapazitätsgrenze kommen.
Im Sommer 2027 wechseln 20 Kinder in die Grundschule
Laut Letsch verlassen im Sommer 2027 rund 20 Jungen und Mädchen die Kindertagesstätte: „So viele Vorschüler hatten wir noch nie.“
Der zweite Standort der Kita Regenbogen ist im benachbarten Erlaheim. „Wir arbeiten nach einer Konzeption“, informierte die Leiterin, „können deshalb im Krankheitsfall auch Personal gut hin- und herschieben“. Eine Notbetreuung gebe es an beiden Standorten nur in Ausnahmefällen.
Der erweiterte Krippenanbau in Binsdorf, der 2023 bezogen wurde, ist offen für Kinder ab einem Jahr bis zum Alter von drei Jahren. Er verfügt über 20 Plätze.
Erlaheim hat keine Krippe. Der dortige Ü3-Bereich bietet 45 Plätze.
Die Eltern können aus unterschiedlichen Zeiten wählen: so werden Krippenkinder täglich dreieinhalb Stunden, von 8.30 bis 12 Uhr, betreut, von 7 bis 13 Uhr erstreckt sich die verlängerte Öffnungszeit, von 7 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr – freitags nur vormittags – die Regelbetreuung. Ganztagesbetreuung ist ebenfalls möglich.
Personelle Besetzung zufriedenstellend
Was die Personalbesetzung angeht, zeigte sich Nora Letsch in ihrem Bericht zufrieden. 17 Fachkräfte arbeiten in Binsdorf.
Sorgen bereiten ihr die „herausfordernden Verhaltensweisen“ einiger Kinder. Bei Aggressivität, zum Beispiel bei Wutanfällen, sei die Einrichtung auf Fachpersonen angewiesen. Dafür müssten Anträge gestellt werden, „und die sind mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden, die Wartezeiten dementsprechend extrem lang“.
Erfreut zeigt sich die Leiterin über die vielen Kooperationen. So dürfen zum Beispiel die Vorschüler die Bücherei und das Rathaus in Geislingen besuchen. Regelmäßig kommt die Feuerwehr und führt eine Übung in der Kita durch.
Bei der Theatergruppe Binsdorf bedankte sie sich für die Spende in Höhe von 1000 Euro. Mit dem Geld habe man Matschküchen für den Garten gekauft.
Einen Wunsch hat die Kita-Leiterin noch: Weil durch den Anbau der Außenspielbereich für die Krippenkinder weggefallen sei, sollte man ihrer Meinung nach den Garten „nachrüsten“.
Die Kita-Leiterin
Nora Letsch
ist staatlich anerkannte Kindheitspädagogin. Sie kam im September 2022 in die Binsdorfer Kita Regenbogen. Im Dezember 2023 übernahm die Leidringerin deren Leitung.