Der Spatenstich für den Neubau des sechsgruppigen Kindergartens „Reute“ ist für Anfang 2026 terminiert.
Wirklich groß ist die Gemeinde Bisingen nicht – ihre Bauvorhaben sind es schon. Noch in diesem Monat, am 25. November, steht der Spatenstich für die millionenschwere Sanierung des Schulsportstadions an, und für Anfang 2026 ist der Spatenstich für den sechsgruppigen Kindergarten „Reute“ terminiert.
Der Verantwortliche im Bauamt für beide Projekte ist Roman Slezinger. Er verweist auf die bereits erfolgten Vorarbeiten wie das Verlegen einer Hochspannungsleitung heraus aus dem Baufeld an den Rand des Grundstücks in der Bahnhofstraße.
Auch Leerrohre, Wasser und Kanal sind inzwischen unter der Erde im Baugrundstück. Darüber hinaus steht die Entwässerungsplanung.
Erarbeitet sind ebenso die Leistungsverzeichnisse für die ersten Gewerke, die am 18. November zur Vergabe auf der Tagesordnung des Bisinger Gemeinderats stehen. In der Summe gilt es, für diesen ersten Gewerkeblock 2,7 Millionen Euro in die Hand zu nehmen.
Dieser umfasst die Erd-, Stahl- und Betonarbeiten, die Zimmererarbeiten und das Dach. Außerdem sollen der Blitz und Außentüren in Auftrag gegeben werden.
Wenn es die Witterung zulässt, starten die Neubauarbeiten im Februar. Im kommenden Sommer, sagt Slezinger, werde das Gebäude im Rohbau stehen.
„Im Sommer 2027 soll die Kita ‚Reute‘ in Betrieb gehen“
Parallel mit Beginn des Neubaus geht es im Bauamt an die Erarbeitung des nächsten Vergabeblocks. Dann stehen die technischen und sanitären Gewerke zur Beauftragung an, darüber hinaus bereits Teile des Innenausbaus.
Das mutet ambitioniert an, aber, versichert Slezinger: „Wir liegen damit im Zeitplan.“ Er blickt voraus: „Im Sommer 2027 soll die Kita ‚Reute‘ in Betrieb gehen können.“
Das soll die „Not“ der Kirchspielgemeinde lindern helfen: In Bisingen, mangelt es, wie in beinahe jeder Kommune, massiv an Kinderbetreuungsplätzen.
Geschätzt 7,5 Millionen Euro Gesamtkosten
Diesem Missstand Abhilfe zu schaffen, ist ein teures Unterfangen. Das wird allein an den veranschlagten Gesamtkosten für den Kindergarten auf dem „Reutewasen“ deutlich, 7,5 Millionen Euro.
Für dieses Geld bekommt die Gemeinde Eine Kita in eingeschossiger Holzständerbauweise auf einer Nutzfläche von 1700 Quadratmetern und mit großen Fensterfronten. Eingebaut werden auch eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe.
Insgesamt 68 Ar großes Grundstück
Neben den Gruppenräumen (vier für über Dreijährige und zwei Krippengruppen) wird es auch Personal-, Lager- und Fachräume geben. Weiter sind ein Foyer, ein Abstell- und ein Mehrzweckraum sowie eine Schmutzschleuse vorgesehen.
Im Außenbereich des insgesamt 68 Ar großen Grundstücks sind 22 Parkplätze für Besucher sowie weitere fürs Kita-Personal geplant. Der Verkehr soll einbahnig entlang des östlichen Rands geführt werden; dazu soll es einen Fuß- und Radweg in Richtung „Koppenhalde“ geben.