Die Gebühren für die Betreuung in den städtischen und kirchlichen Kindergärten – wie hier dem Waldkindergarten – steigen. (Archivbild) Foto: Verena Wehrle

Um 7,5 Prozent steigen ab September die Gebühren für die Todtnauer Kindergärten. Der Krippenbeitrag wird um fünf Prozent erhöht.

Eltern in Todtnau müssen künftig für die Kinderbetreuung tiefer in die Taschen greifen. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Die gemeinsamen Empfehlungen von Kirchen und kommunalen Landesverbänden sehen eine Erhöhung der Kindergartenbeiträge zum 1. September um 7,5 Prozent vor. Und genau dieser Empfehlung ging der Gemeinderat nach. Eine Ausnahme: Der Krippenbeitrag wird nur um fünf Prozent erhöht.

 

Zehn Euro mehr für den Halbtagsplatz

In Todtnau werden derzeit Halbtagskindergärten und Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten angeboten, für diese gelten die Erhöhung um 7,5 Prozent. Das bedeutet konkret: Hat man für ein Kind bisher 137 Euro im Monat für die Halbtagsgruppe bezahlt, zahlt man ab September 147 Euro. Der Preis staffelt sich nach unten je nach Anzahl der Kinder, die im Haushalt leben.

Für die Betreuung in einer Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten zahlen Eltern ab September für ein Kind künftig 196 Euro statt wie bisher 182 Euro im Monat.

Für die U3-Betreuung in der Krippe zahlen Eltern künftig für ein Kind 501 Euro statt wie bisher 477 Euro.

Kinder warten auf Plätze

Zunächst wurde im Gemeinderat über die Kindergartenbedarfsplanung für die Zeit ab September gesprochen. Sie wurde am 2. Juli im Kindergarten-Kuratorium vorgestellt. Während die Personalsituation zufriedenstellend sei, sei die Belegungssituation jedoch angespannt, erklärte Bürgermeister Oliver Fiedel. Die Kindergärten hätte eine sehr hohe Gesamtauslastung. Etwa ein bis drei freie Kindergartenplätze in den Einrichtungen in Präg und Todtnauberg stünden drei bis fünf Kindern auf der Warteliste in den anderen Kindergärten gegenüber. Ihnen könnte kein Platz angeboten werden.

Zu wenig Krippenplätze

Auch in der Kinderkrippe in Schlechtnau sei die Situation sehr angespannt: Alle zehn verfügbaren Plätze bis 2026 seien dort bereits schon komplett verplant.

Es braucht mehr Tagesmütter

Noch prekärer sei die Lage in der Kindertagespflege, die Kapazitäten bei den aktuell fünf aktiven Tagesmüttern, die 18 Kinder betreuen, seien voll ausgelastet – bis 2026 seien sie ausgebucht. „Wir wollen mehr Tagesmütter gewinnen“, sagte Bürgermeister Oliver Fiedel. Denn so sehe man die Chance, mehr Plätze anbieten und so dem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gerecht werden zu können. Nach der Sommerpause wolle man – gemeinsam mit Schönau und in Kooperation mit dem Kinderschutzbund Schopfheim – eine Informationsveranstaltung für Tagesmütter anbieten.