Eine Erhöhung der Kita-Gebühren wurde im Gemeinderat beschlossen. Foto: © katyspichal – stock.adobe.com

Eine Erhöhung der Kita-Gebühren war in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Mönchweiler Thema. Zu den Gebührensatzungen gab es in den Reihen der Gemeinderäte ganz unterschiedliche Ansichten.

Eine Erhöhung der Gebühren für das Kindergartenjahr 2025/26 beschloss der Gemeinderat Mönchweiler in seiner jüngsten Sitzung. Dazu gab es unterschiedliche Meinungen.

 

Kämmerin Nicole Dold erinnerte an die letzte Gemeinderatssitzung, in der Änderungen an der von ihr vorgestellten neuen Gebührensatzung für den Kindergarten gewünscht worden waren. Zum einen sollten sich die vorgestellten Erhöhungen um 7,5 beziehungsweise 7,3 Prozent nicht aus dem Grundbetrag Mönchweilers, sondern aus dem Landesrichtsatz errechnen, zum anderen sollte die Gebühr um maximal 20 Prozent vom Landesrichtsatz abweichen.

Zu beidem hatte Dold neue Satzungen erstellt. Bei der Variante mit einer anderen Berechnungsgrundlage stiege die Gebühr für ein Kind bei verlängerter Öffnungszeit von 132 auf 145 Euro, bei maximal 20-prozentigen Abweichung vom Landessatz auf 154 Euro. Für die Krippe stiege der Satz bei verlängerten Öffnungszeiten für ein Kind je nach Variante von 320 auf 344 oder 347 Euro, bei Ganztagsbetreuung für beide auf 481 Euro.

„Brutale Erhöhung“ beim Kindergarten

Andreas Staiger fand Variante eins übersichtlicher, damit sei man aber weit weg von dem was man anstrebe. Die jetzige Erhöhung relativiere sich etwas, da sie nur für zehn Monate zum Tragen käme. Charmant finde er, dass die Krippe etwas entlastet werde.

Sabine Roth sah das Einhalten von 80 bis 90 Prozent des Landesrichtsatzes gut, „Bauchschmerzen“ bereitete ihr dabei aber die „brutale Erhöhung“ beim Kindergarten. Die Frage sei, ob man in einem Schritt so stark steigen wolle.

Prozentual sei das richtig, aber man spreche im Höchstfall von einer Erhöhung von 13 auf 22 Euro, so Staiger. Man habe ein tolles Team an Erzieherinnen und keine Schließzeiten. Thorsten Fitzon fand zwar „den Systemwechsel sehr charmant“, rügte aber „überinflationäre Anpassungen“ und sprach sich für deren Dämpfung aus.

Eltern loben das schöne Kinderhaus

Dold erinnerte an die Haushaltssituation und den „Topp-Neubau“. Die neue Kalkulation laufe in die richtige Richtung, so Wolfgang Eich. Mit der Erhöhung sei man immer noch wesentlich unter den Richtsätzen, sie seien deshalb zu verkraften.

Laut Lisa Koch, Leiterin der Krabbelgruppe, sind Eltern aus dem Umland immer wieder erstaunt über das schöne Kinderhaus und darüber, wie billig die Kindergartengebühren Mönchweilers sind. Das sei ja auch toll angebunden. Natürlich tue es immer weh, wenn es Erhöhungen gebe, so Lukas Weschle, der daran erinnerte, dass man im letzten Jahr vor allem die Krippengebühren erhöhte, die des Kindergartens kaum. Auch er sprach sich für Variante eins aus.

Der Gemeinderat entschied sich bei zwei Enthaltungen für die Variante mit der maximalen Abweichung vom Landesrichtsatz von 20 Prozent.