Die Kinder der Kita Arche Noah begleiten den Festakt mit Liedern. Foto: Rainer Bombardi

Die katholische Kirche und die Stadt Blumberg unterstreichen die Bedeutung der Betreuungseinrichtung. Kleine Anfänge münden in stetige Entwicklung.

Ein Festakt wird zum Bekenntnis der Riedböhringer Kindertagesstätte (Kita) Arche Noah. Diese entwickelte sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten kontinuierlich weiter, um die jüngsten Generationen in die Gesellschaft einzuführen und ihnen die ersten Schritte in die Welt zu erleichtern.

 

Das anschließende Jubiläumsfest auf dem Vorplatz der Kita, Schule und Festhalle entwickelte sich zu einem kleinen Volksfest, bei dem hauptsächlich die örtlichen Jugendvereine für das Programm und das kulinarische Angebot die Verantwortung übernahmen.

Der von Pfarrer Karlheinz Brandl feierlich zelebrierte Festgottesdienst zum 50. Geburtstag der Kita unterstrich die Bedeutung der Einrichtung für eine erfolgreiche und von Zuversicht geprägte Entwicklung der Kinder.

Die junge Generation nimmt begeistert an den Aktionen und Spielen teil, die die Jugendvereine und die Erzieherinnen beim Jubiläumsfest anbieten. Foto: Rainer Bombardi

Pfarrer Karlheinz Brandl, Bürgermeister Markus Keller und Geschäftsführerin Laura Bruder hoben die nachhaltige, auf die Zukunft ausgerichtete Zusammenarbeit zwischen der katholischen Kirche als Träger der Einrichtung und der Stadt als Kooperationspartner als Baustein der erfolgreichen Kita-Entwicklung hervor. „Wir stehen als Verwaltung zu unserer Devise „Kurze Beine, kurze Wege“, bekannte sich Bürgermeister Keller zu dezentralen Strukturen. Er bezeichnete die vereinzelt diskutierte Bildung großer Einheiten als den falschen Weg. Den Kindergartenaufenthalt beschrieb er als eine der schönsten und prägendsten Zeiten. „Wir feiern gemeinsam das Leben“, fuhr er fort.

Ein lebendiger Ort

Ortsvorsteher Bodo Schreiber bezeichnete das Jubiläum als ein Fest des Dankes an das Erziehungspersonal, die Eltern, die Kinder und alle, die den Kindergarten in den vergangenen Jahrzehnten prägten. Er sprach von einem lebendigen Ort an dem jeder Tag aufzeige, wie wertvoll jedes einzelne Kind ist. „Es kommen tiefgreifende Veränderungen auf uns zu oder sind bereits eingetreten. Ich bin gespannt wohin die Reise geht“, richtete Schreiber den Blick in die Zukunft.

Mira Schrempp (von links), Hanna Bausch, Linard Baumann, Mats Honold, Fabio Schmid und Lukas Höcklin haben auf der Slackline oberhalb des großzügigen Geländes ihren Spaß. Foto: Rainer Bombardi

Laura Bruder umschrieb das Jubiläum mit den Worten: „Was klein begann, wuchs über die Jahre räumlich, inhaltlich und pädagogisch stetig.“ Pfarrer Brandl beschrieb die Kindertagesstätten als einen Ort, der auch für die Zukunft der Kirche steht. Er dankte Organistin Birgit Greif und den Jungen und Mädchens es Kindergartens, die mit ihren Liedern den Festakt bereichert hatten.

Kita-Leiterin Annette Geldhammer ging auf die Geschichte der Bildungseinrichtung ein, deren erste Anfänge bereits um 1945 entstanden. Damals war der Kindergarten in einer Holzbaracke auf dem Platz der heutigen Halle untergebracht und stellte wegen der Wohnungsnot für Geflüchtete seinen Betrieb wieder ein.

Der Sand-Raum im Übergang von der Kita zum Freigelände ermöglicht ganzjährig das Spielen mit Sand. Foto: Rainer Bombardi

Die Erfolgsgeschichte der heutigen Kita leitete 1973 die Bevölkerung ein. Die Stadt stellte das Grundstück bereit, die Kirche übernahm die Trägerschaft. Von Beginn an besuchten die Kinder aus den Talgemeinden ebenfalls die Bildungseinrichtung. Weitere Meilensteine waren 1994 die Spielplatzeinweihung auf dem großzügig gestalteten Freigelände der Kita sowie der Umbau und die Generalsanierung des Gebäudes.

Markantester Umbauschritt war die Erweiterung aufgrund des Treppendurchbruchs ins Untergeschoss. Im Jahr 2019 erfolgte die Eröffnung einer Krippengruppe. Vor vier Jahren erforderte der Bedarf an Plätzen die Einrichtung einer weiteren Kindergartengruppe im Untergeschoss.

Einrichtung

Die Betreuung
Die Kita Arche Noah in Riedböhringen bietet aktuell 75 Plätze zur Betreuung der Kinder an. 65 von ihnen sind auf zwei Halbtagesgruppen und eine Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit verteilt. Weitere zehn Plätze stehen für Kinder ab 0,6 Jahren in der Krippe bereit. Das Personal wuchs in den vergangenen 50 Jahren von zwei auf 16 Angestellte an.