Die Situation in der Kita am Wochenberg ist im 50. Jubiläumsjahr angespannt: Die Gruppen sind überfüllt, die Wartelisten lang und die Erzieherinnen arbeiten am Anschlag. Leiterin Sonja Bauer gab dem Ortschaftsrat einen Lagebericht ab.
Die Kita am Wochenberg feierte in diesem Jahr das ganze Jahr über sein 50-jähriges Bestehen. Die Leiterin Sonja Bauer gab in der Sitzung des Schörzinger Ortschaftsrats am Dienstag im Bürgerhaus einen Einblick den Kindergartenalltag.
Bauer blickte auf das Jubiläum zurück, das mit einigen Veranstaltungen über das Jahr verteilt gefeiert wurde. In diesem Rahmen wurden die Zaunlatten bunt gestaltet, es gab Wanderungen, ein Malatelier, einen Nachmittag mit den Großeltern und eine interne Jubiläumsfeier.
Wechsel im U3-Bereich
„Stets stand das Kind im Vordergrund, alle Veranstaltungen sind gut angekommen, der Elternbeirat stand uns immer zur Seite“, lässt Bauer das erste Halbjahr Revue passieren.
„Hut ab, das habt ihr gemeinsam toll gemacht“, lobte Ortsvorsteher Tommy Geiger und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. „ Das war ein echt gelungenes Jubiläumsjahr, das ich im Vorfeld als ambitioniert angesehen habe. Ich finde es besser, dass so viele kleine Veranstaltungen und nicht nur ein großes Event gab.“
Im U3-Bereich der Kindertagesstätte gab es regen Wechsel. Viele Kinder seien unter anderem anderem nach Schömberg gegangen. Doch es habe auch Neuankömmlinge gegeben, sodass die Belegung konstant zwischen zehn und elf Kindern pendle. „Normal sollten es zehn sein, aber eine Warteliste besteht trotzdem“, meinte Bauer.
Personalnotstand und Überfüllung
Angesichts des Personalnotstands und der Überfüllung sei sie mit der Lage im Kindergarten unzufrieden: „Wir sind sowohl in der Ganztagesbetreuung und der Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten, als auch in der Regelbetreuung überfüllt“, erklärte sie. Daran werde sich auch erstmal nichts ändern: „Nach jetzigem Stand werden neun Kinder nächstes Schuljahr in die Grundschule gehen, aber es stehen alleine schon acht auf der Warteliste“, mahnte Bauer an. Geiger antwortete: „Auch wenn es sich blöd anhört – wir haben als Gemeinde den Rechtsanspruch erfüllt.“
Nur eine Mitarbeiterin in Vollzeit angestellt
In der Kita am Wochenberg werden die Kinder von 14 Mitarbeiter in drei Gruppen betreut, darunter nur eine einzige Vollzeitkraft. Die meisten Erzieherinnen sind in Teilzeit zwischen 25 und 80 Prozent angestellt. „In Vorstellungs- und Mitarbeitergesprächen höre ich immer öfter, dass die Nerven und die Kraft für Vollzeitarbeit nicht mehr da sind„, erklärte Bauer. Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitszeiten sei die Kommunikation untereinander mitunter schwierig. „Umso wichtiger ist, dass alle zusammen mitarbeiten und die Zusammenarbeit mit dem Katholischen Kindergarten und der Schörzinger Schule so gut ist“, sagte Bauer.
Der jährliche Bericht im Ortschaftsrat dient auch immer als Wunschliste der Kita. Im vergangenen Jahr hat die Einrichtung 20 neue Stühle von Orts- und Gemeinderat genehmigt bekommen, dazu eine Kletteranlage, ein neuer Teppich und zwei Tische. Für 2025 haben wünscht sich die Kita am Wochenberg ein Wasserspielgerät, die Einfräsung am Sandkasten und eine zweite Sitzbank.