In der Nikolauskirche führt der gemeinsame Chor Fürnsal/Oberbrändi noch einmal eine musikalische Messe auf. Foto: Vollmer

Nach Trennung der früheren Kirchengemeinde Fürnsal – Oberbrändi und neuen Zuordnungen gibt es im Dornhaner Teilort Fürnsal noch einmal einen gemeinsamen Auftritt.

Mit freudigen Dankesliedern von Klaus Heizmann, darunter „Dies ist der Tag des Herrn“, stimmte der Kirchenchor Fürnsal/Oberbrändi in der sehr gut besuchten Nikolauskirche die Zuhörer auf den Höhepunkt seines Konzertes ein: die rhythmische Gospelmesse „Sing to God“ von Kai Lünnemann.

 

Glaubens- und lebensnah, zugleich klanglich vielfältig ist diese eindrucksvolle Messe, die englische, deutsche und lateinische Texte mit Musikstilen von Samba über Blues und Rock bis hin zu jazzigen Klängen vereint.

Komponist ist „Brückenbauer“

Pfarrer Christoph Gruber knüpfte in einer kurzen Lesung an das Dankes-Thema an und erinnerte an die Dankespsalmen der Bibel. Dann lud er die Besucher ein, sich an ein persönliches Ereignis der vergangenen Woche zu erinnern, für das sie besonders dankbar sind – und dieses in einem einzigen Wort zum Ausdruck zu bringen. Gemeinsam riefen alle ihre Worte in den Kirchenraum – als ein klingendes Danklied für Gott.

Anschließend beleuchtete Gruber die Gospelmesse und ihren Komponisten Kai Lünnemann, den er als einen „echten Brückenbauer zwischen Kirche und Popmusik“ bezeichnete.

Große Geschlossenheit

Chor und Solistin Petra Dieterle mit wunderschönem, klarem Sopran setzten mit dem afrikanisch inspirierten Eingangssong „Sing to God“ sowie dem „Kyrie“ strahlende, klangvolle Akzente. Bei der hymnischen, emotionalen Melodie im 6/8-Takt von „God of the Weak“ sorgten Sopranistin und Chor für Gänsehautmomente, während Tobias Haas mit seinem kräftigen Tenor im „Credo“ – dem Lied zum dreieinigen Gott – berührte. Mit großer Geschlossenheit glänzte der Chor bei der ruhigen Ballade von „Agnus Dei“.

Kein Halten mehr gab es beim schwungvollen Auszugslied „Get on up“: Gesang und rhythmisches Klatschen vereinten Akteure und mitgerissene Zuhörer. Chorleiterin Friedlinde Lange strahlte, meisterten doch der gut vorbereitete Chor, verstärkt durch Projektsänger, die beiden Vokalsolisten und die Instrumentalisten – Gabriel Hellinger (Schlagzeug), Jochen Lange (E-Bass) und Thomas Müller (E-Piano) – bravourös das vielschichtige Werk mit seinen modernen, reizvollen Arrangements. Die Ursprünglichkeit der Gospelmusik ging den Zuhörern zu Herzen.

Lang anhaltender Applaus der mehr als 250 Besucher in der vollen Nikolauskirche, Dankesworte, Geschenke und ein herzliches Get-together im herbstlich geschmückten Gemeindehaus rundeten den Abend ab.