Das Handharmonikaorchester Lauterbach erhielt bei seinem Kirchenkonzert erstklassige Unterstützung von drei Solistinnen und dem Schwarzwald-Harmonika-Orchester aus Furtwangen.
Das Handharmonikaorchester Lauterbach (HHO) veranstaltete ein Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Michael. Mit dem Schwarzwald-Harmonika-Orchester aus Furtwangen (SHO) gewann das Orchester einen erstklassigen Konzertpartner, und auch die drei Solistinnen Stefanie Staiger (Orgel), Sabrina Michelfeit (Klarinette) und Magdalena Kunz (Gesang) sorgten für ein begeistertes Publikum.
Vanessa Zanker, Vorsitzende des HHO, begrüßte die Zuschauer und freute sich über das besondere Erlebnis, das Konzert mit dem SHO Furtwangen zu bestreiten. Gespannt warteten die Gäste sodann auf den Beginn des Konzerts. Von der Empore herab erklang „Hornpipe“ aus der Trompetensuite in D von Georg Friedrich Händel in einem Arrangement von Adolf Götz, gespielt vom HHO. Dieses spielte den Auftakt zum Konzert. Dem folgte die „Farandole“ aus L’ Arlesienne suite II von Georges Bizet.
Im Anschluss daran stand ein erster musikalischer Höhepunkt des Abends an. Das Zusammenspiel von Orgel und Orchester, mit dem ein Traum von Dirigentin Uta Borho in Erfüllung gegangen ist, wie Vanessa Zanker dem Publikum bereits in der Begrüßung verriet. In zwei Sätzen aus dem Orgelkonzert in g-Moll op.4 Nr. 1 von Händel brillierten sowohl Stefanie Staiger an der Orgel als auch das Orchester und begeisterten das Publikum mit einer musikalischen Meisterleistung, das die Musiker einmal mehr mit einem langanhaltenden Applaus belohnte.
Zum Ende des ersten Konzertteils erfüllte Magdalena Kunz mit ihrem Gesang den Kirchenraum. „Fly with me and take the sky“ sang sie im Lied „Lena’s Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“.
Mischung aus ruhigen und lebendigen Klängen
Zum zweiten Konzertteil, den das SHO aus Furtwangen, ebenfalls unter der Leitung von Uta Borho gestaltete, nahm dieses im vorderen Bereich der Kirche Platz. Mit einer Mischung aus ruhigen, getragenen Klängen und lebendigen Klängen sorgten auch sie für ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm. Mit dem Stück „Palladio“ machten sie den Auftakt.
Eine weltbekannte Ballade zum Abschluss
Im Anschluss daran begeisterte auch die dritte Solistin des Abends, Sabrina Michelfeit, das Publikum mit ihrem musikalischen Können. Mit ihrem fabelhaften Klarinettenspiel gestaltete sie „Victor’s tale“ von John Williams in einem Arrangement von Paul Lavender und auch „Para una despedida“, was ins Deutsche übersetzt „für einen Abschied“ bedeutet, mit. Zum Ende ihres Konzertteils erfüllte das SHO mit den imposanten Klängen des Orchesters einmal mehr die Pfarrkirche und gab mit „You Raise Me Up“ eine weltbekannte Ballade zu ihrem Besten.
Festliche Klänge
Nach einer kurzen Umbaupause spielten beide Orchester einen gemeinsamen dritten und zugleich letzten Konzertteil. Mit „Pegasus“, einer Komposition von Hans-Günther Kölz, brachten die Musiker beider Orchester festliche Klänge in die Kirche. Mit „Jupiter – Hymn“, einer Orchestersuite aus der Feder von Gustav Holst verabschiedeten sich die Orchester vom Publikum. Nach einem langanhaltenden Applaus spielten die Musiker als Zugabe noch „Herr deine Liebe“.
Sichtlich erfreut zeigte sich Vanessa Zanker bei ihrem besonderen Dank an das Schwarzwald-Harmonika-Orchester sowie die Solistinnen und Uta Borho, die sich als Dirigentin mit ihren beiden Orchestern gleichzeitig auf dieses Konzert vorbereitete und so einen großen Beitrag leistete. Auch dankte sie allen weiteren, am Gelingen des Konzerts Beteiligten. „Nehmen Sie unsere Musik beschwingt mit in die kommende Woche“, rief Zanker das Publikum zum Ende ihrer Verabschiedung auf.